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FOCUS-Beitrag von Wolfgang Bauer erhält Journalistenpreis "Pro Ehrenamt"

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Reporter Wolfgang Bauer hat mit seinem Artikel "Auf der Jagd nach Leben" im FOCUS-Magazin den ersten Platz beim Journalistenpreis "Pro Ehrenamt" belegt. Der Preis, der zum dritten Mal vom Rhein-Kreis Neuss ausgeschrieben wurde, ist mit insgesamt 10.500 Euro dotiert. Auf dem musikalischen vom deutsch-polnischen "Trio Voyage" exellent umrahmten Festakt im historischen Saal des barocken Wasserschlosses Dyck in Jüchen zeichneten Schirmherr und Landrat Dieter Patt sowie Jury-Vorsitzender Dr. jur. Joachim Sobotta, Ex-Chefredakteur der Rheinischen Post, sechs Print- und zwei Fernsehbeiträge aus. In seiner Festansprache hob Landrat Patt hervor, dass das Ehrenamt wie die gesamte Gesellschaft einem Wandel unterworfen sei. Dauerhaftes Engagement für eine Organisation werde zunehmend abgelöst von einer spontanen Beteiligung, die sich auch an den eigenen Interessen der ehrenamtlich Tätigen orientiere. Viele seien nach wie vor bereit mitzumachen, aber nicht unbedingt Mitglied zu werden. Darauf müssten sich sowohl traditionelle Organisationen als auch Kommunen einstellen und ihre Angebote darauf ausrichten. In diesem Zusammenhang wies Patt auch auf die Bedeutung der Medien hin. Deren Berichterstattung trage dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung von Initiativen für das Gemeinwohl zu erhöhen und Leser, Zuhörer und Zuschauer zu eigenem Engagement anzuregen. Der ebenso spannend formulierte wie vorbildlich illustrierte FOCUS-Artikel von Wolfgang Bauer setzte sich gegen die bundesweite Konkurrenz durch. Die Reportage Bauers über die Rettung von Erdbebenopfern mittels eingeflogener Suchhundestaffeln (Search-and-Rescue-Teams-SAR), die auch von ehrenamtlichen Helfern geführt wird, beeindruckte die unabhängige Fachjury. "Eindrucksvolle Emotionalität, realistische Offenheit, die unter die Haut geht, versetzt den Leser in die Welt dieses SAR-Teams, das mehr als 1.500 Stunden rackert und 60 Sucheinsätze im Jahr hat - alles ehrenamtlich (…). Die Arbeit des Preisträgers erfüllt sowohl die Anforderungen an hervorragenden Journalismus als auch die Erwartung, sie wird ihre Wirkung im Sinne nachhaltiger Werbung für das Ehrenamt nicht verfehlen", heißt es in der Jury-Begründung. Der erste Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Der zweite Preis ging an Julia Horn für ihren Beitrag "Ehrenamt" im Magazin "Frau TV" des Westdeutschen Fernsehen. Sie teilt sich den zweiten Preis mit Frank Buchmeier von der Stuttgarter Zeitung, der für seinen Artikel "Die Retter tun mehr als ihre Bürgerpflicht" prämiert wurde. Beide erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro. Der mit 1.000 Euro dotierte Nachwuchspreis erhielt der 25-jährigen Volontär Fabian Löhe von der Frankfurter Rundschau für seinen Artikel "Arbeiten, ohne Geld dafür zu bekommen". Daneben hat die Fachjury vier Sonderpreise vergeben, die ebenfalls mit je 1.000 Euro dotiert sind. Ein Sonderpreis ging an den Verlag und die Redaktion der Neuß-Grevenbroicher Zeitung mit ihrer Serie "Herzenssache" für die beispielhafte journalistische Aktion zur Popularisierung des Ehrenamtes. Weitere Sonderpreise der Jury für hervorragende journalistische Leistungen in Zusammenhang mit der Schaffung von Publizität für das Ehrenamt erhalten Frank Schlömer, AZ Media TV, für die RTL-Fernsehreportage "Die leisen Helfer - letzte Station Bahnhofsmission", Hanne Tügel für den GEO-Magazin-Beitrag "Generation Grau" und Matthias Gierth für seinen Beitrag "Suppe gegen soziale Kälte" in der Wochenzeitung Rheinischer Merkur. Der Journalistenpreis "Pro Ehrenamt", der auf Initiative des ehemaligen Kreistagsabgeordneten und langjährigen Verlagsleiters der Neuß-Grevenbroicher Zeitung Alfons Kranz 1999 ins Leben gerufen wurde, soll deutlich machen, dass und wie Presse, Hörfunk und Fernsehen zur Stärkung des Ehrenamtes und zur Schaffung einer neuen Kultur der Freiwilligkeit in der Gesellschaft beitragen können. Mit dem Journalistenpreis werden herausragende journalistische Beiträge ausgezeichnet, die verschiedene Facetten des freiwilligen ehrenamtlichen Eintretens für Mitmenschen beispielhaft schildern. Neben Sobotta und Kranz sind in der unabhängigen Fachjury: Dr. Volker Schulze, freier Publizist, vormals Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, Thomas Nell, Leiter Programmgruppe Wirtschaft und Recht beim WDR-Fernsehen, Elke Schneiderbanger, Programmdirektorin Radio NRW, Martin Kunze, stellv. Programmdirektor Radio NRW und Prof. Dr. Hans Süßmuth, Historiker und Medienwissenschaftler. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Rhein-Kreis Neuss ausgeschrieben.

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