Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) und Kreisdirektor Dirk Brügge (l.) empfingen im Kreishaus Grevenbroich den neuen Jobcenter-Geschäftsführer Wolfgang Draeger.
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) und Kreisdirektor Dirk Brügge (l.) empfingen im Kreishaus Grevenbroich den neuen Jobcenter-Geschäftsführer Wolfgang Draeger. © Michael Reuter/Rhein-Kreis Neuss

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Neuer Jobcenter-Chef zum Antrittsbesuch beim Landrat

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Seit Jahresbeginn leitet Wolfgang Draeger das Jobcenter Rhein-Kreis Neuss als Nachfolger der langjährigen Geschäftsführerin Wendeline Gilles. Jetzt war er zu einem ersten Gedankenaustausch bei Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge zu Gast.

Der Rhein-Kreis Neuss ist gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Mönchengladbach Träger des Jobcenters Rhein-Kreis Neuss, und Landrat Petrauschke zeigte sich erfreut, dass mit Wolfgang Draeger ein anerkannter Arbeitsmarktexperte und eine versierte Führungskraft die Geschäftsführung des Jobcenters übernommen hat.

„Im Rückblick auf das Jahr 2018 ergibt sich für unseren Standort erneut ein erfreuliches Bild. Der Geschäftsklimaindex unseres jährlichen Mittelstandsbarometers lag weiter auf höchstem Niveau, die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich als stabil erwiesen, und die Jugendarbeitslosigkeit ist bei uns mit dem sechstbesten Wert in NRW sehr gering“, betonte Petrauschke. Dennoch müsse man weiter daran arbeiten, sie zu senken. Ausbildung und Qualifizierung sei in dem Zusammenhang die beste Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. „Wir müssen jedem Jugendlichen ein Angebot machen“, sagte Petrauschke. So soll auch der Aufbau einer Jugendberufsagentur schnell umgesetzt werden.

Der Kreis selbst ist schon seit Jahren mit seinem Sozialen Handlungskonzept in der Prävention von Jugend- und Langzeitarbeitslosigkeit aktiv. Gemeinsam mit weiteren Partnern wollen Kreis und Jobcenter sich nun auch engagiert den Herausforderungen des Strukturwandels im Rheinischen Revier stellen. Dazu gehört das Ziel, Angebote für RWE-Beschäftigte und besonders auch für Zulieferbetriebe zu schaffen. Dabei soll auch ein Fokus auf wegfallende Ausbildungsplätze liegen.

Langzeitarbeitslose sollen ebenfalls stärker in den Blickpunkt rücken. „Das Prinzip ‚Fördern und Fordern‘ bleibt hier weiter richtig und wichtig. Gleichzeitig müssen aber Verfahren vereinfacht und Lebensleistung anerkannt werden“, erklärt Petrauschke.

Der Rhein-Kreis Neuss als Standort biete auch weiter beste Chancen für Beschäftigung und Ausbildung, so die Gesprächsteilnehmer. Der Fachkräftebedarf der heimischen Wirtschaft sei hoch – laut Mittelstandbarometer liege er bei 61 Prozent. Sehr wichtig sei aber auch die Qualifizierung von Fachkräften in der Pflege.