Bunte Luftballons im Vordergrund. Dahinter Michael Rönicke lachend, mit den Nummernschildern seines Dienstwagens: "NE LR 3000"
Michael Rönicke nimmt Abschied von seinem Beruf als Fahrer des Landrates. © Rhein-Kreis Neuss
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Rhein-Kreis Neuss: Landrat-Fahrer geht in Ruhestand

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Der Neusser Michael Rönicke, der viele Jahre Fahrer des Landrates war, hatte in der vergangenen Woche seinen letzten Arbeitstag. Zum Abschied überraschten ihn die Kolleginnen und Kollegen aus dem Ständehaus mit einer Corona-konformen Verabschiedung mit Abstand, Masken und vielen bunten Luftballons. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke dankte ihm und sagte: „Unsere Zusammenarbeit war immer vertrauensvoll und ich wünsche ihm nur das Beste für den kommenden Ruhestand.“ Den hat Rönicke sich verdient: Schließlich war der Terminplan des Landrats stets auch sein Dienstplan, und Einsätze auch abends und am Wochenende waren die Regel.

Beim Erinnerungsfoto fehlte natürlich nicht das bekannte Kennzeichen „NE-LR 3000“. Michael Rönicke, der mit seiner Frau Christiana und Sohn Erik in Neuss-Hoisten lebt, erhielt ein Fotobuch mit vielen schönen Erinnerungen an seine langjährige Dienstzeit. Viele kennen den 62-Jährigen, und das nicht nur im Rhein-Kreis Neuss. Immer freundlich, immer mit einem Lächeln. Typisch für ihn war auch, dass er bei aller Öffentlichkeit seines Dienstes meist – und gerne – im Hintergrund blieb. „Wichtig war nur, dass ich im Auto vorne saß“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

1985 kam Michael Rönicke zum Kreis und war unter anderem im damaligen Hauptamt tätig, bevor er als Chauffeur die Landräte Matthias Hoeren, Dieter Patt und Hans-Jürgen Petrauschke zu ihren Terminen fuhr. Vorbildlich waren seine Einsätze als Feuerwehrmann im September 2002 im Rahmen der Flutkatastrophe an der Elbe im Partnerkreis Prignitz sowie als Fahrer bei Hilfstransporten nach Polen. Sein (Un-)Ruhestand steht im Zeichen des Ehrenamtes: In seinem Heimatort Hoisten ist Rönicke in der St. Hubertus-Schützenbruderschaft aktiv, Mitglied der Feuerwehr und Vorsitzender vom „Runden Tisch Hoisten“. So freut er sich auf mehr Zeit für sein vielfältiges freiwilliges Engagement.