Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Edelbert Jansen, Heinz-Josef Becker, Mathias Daffertshofer, Timo Willeke und Harald Vieten am BTI in Neuss
Der Rhein-Kreis Neuss hat sein IT-Schulteam verstärkt (von links): Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Edelbert Jansen, Heinz-Josef Becker, Mathias Daffertshofer, Timo Willeke und Harald Vieten am BTI in Neuss. © S. Büntig/Rhein-Kreis Neuss
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Neues IT-Personal für die Digitalisierung in den Schulen des Rhein-Kreises Neuss

Digitalisierung |

Der Rhein-Kreis Neuss drückt bei der Digitalisierung seiner Schulen weiter aufs Tempo. Neben millionenschweren Investitionen in Ausstattung und Netzwerkinfrastruktur setzt die Kreisverwaltung auch auf zusätzliches Personal. Mathias Daffertshofer (34) als Projektleiter und Timo Willeke (24) verstärken jetzt das IT-Schulteam. Zusätzlich sollen im August noch zwei Fachinformatiker, die ihre Ausbildung beim Kreis absolviert haben, nach bestandener Prüfung für die Digitalisierung der vier Berufsbildungszentren und acht Förderschulen eingesetzt werden.
„Nicht erst die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie wichtig Möglichkeiten sind, Unterrichtsinhalte auch digital zu vermitteln. Aber nur wenn eine gute IT-Ausstattung und passgenaue pädagogische Konzepte in den Schulen ineinandergreifen, bietet die digitale Technik neue Chancen, den Unterricht zu bereichern und junge Menschen auf die Anforderungen der Berufswelt von morgen vorzubereiten“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke bei der Begrüßung, an der auch Heinz-Josef Becker von der Informations- und Kommunikationstechnologie des Kreises sowie Edelbert Jansen, der Leiter des Berufskollegs für Technik und Informatik (BTI Neuss, teilnahmen.

Bis 2022 sollen mehr als elf Millionen Euro aus den Programmen „Gute Schule 2020“ und „Digitalpakt Schule“ des Bundes und des Landes zusätzlich zu den eigenen Finanzmitteln aus dem Kreishaushalt – in diesem Jahr allein rund 700 000 Euro – in die Digitalisierung der zwölf Schulen fließen. Bis Anfang 2021 werden darüber hinaus alle Kreisschulen an das schnelle Internet angeschlossen sein. Einen großen Vorteil der Digitalisierung sieht Petrauschke auch für die Förderschulen: „Individualisierte Lernprozesse werden durch digitale Technik erleichtert und unterstützen auch junge Menschen mit Behinderung beim Lernen.“

In einem von der IT-Abteilung des Kreises eingerichteten Testlabor konnten Lehrkräfte der Kreisschulen diverse IT-Standardgeräte testen von der digitalen Tafel über mobile Endgeräte bis hin zu Dokumentenkameras. Früh hat der Kreis mit seinen Schulen entsprechende Konzepte erarbeitet und einen Zeitplan für die umfangreichen Baumaßnahmen und Technikausstattungen festgelegt.

„Wir haben in der Corona-Zeit Auftragslücken bei Handwerks- und Baubetrieben genutzt und Aufträge schneller vergeben. Deshalb liegen wir in den meisten Schulen vor der eigenen Terminplanung“, sagt IT- und Baudezernent Harald Vieten. Dennoch sei die Schul-Digitalisierung eine Herkules-Aufgabe, auch weil immer neue Förderprogramme berücksichtigt werden müssten. „Da wir bereits weitreichende Vorbereitungen getroffen haben, können wir agil auf Änderungen reagieren. Unser Ziel ist es, jeden uns zustehenden Euro Fördergeld zu beantragen und zielgerichtet in die Digitalisierung unserer Schulen zu investieren“, so Vieten.