17 junge Menschen stehen im Halbkreis im Kreissitzungssaal in Grevenbroich. In der Mitte davor: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Ruth Harte neben einer großen  Europafahne
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (Mitte, links) und die Leiterin des Europe Direct Informationszentrums Mittlerer Niederrhein, Ruth Harte (Mitte, rechts), begrüßten zum ersten EU-Azubi-Gipfel im Kreishaus Grevenbroich. © Andreas Baum/Rhein-Kreis Neuss
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Erster EU-Azubi-Gipfel im Kreishaus Grevenbroich - Planspiel gegen Plastikmüll

Europa |

Die EU mal aus einem ganz besonderen Blickwinkel erleben – diese Möglichkeit hatten jetzt bei einem „Azubi-EU-Gipfel“ im Kreishaus Grevenbroich 15 Auszubildende des gehobenen Dienstes des Rhein-Kreises Neuss. Die Nachwuchskräfte befassten sich mit Umweltschutz und Plastikvermeidung und spielten durch, wie aus ihren Ideen eine gesetzliche Vorgabe in der EU​​​​​​​ entstehen kann.

„Es ist wichtig, dass unsere jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die politischen und Gesetzgebungsverfahren der EU​​​​​​​ frühzeitig kennenlernen und damit ihre Europakompetenzen stärken“, betonte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zu Beginn des ersten EU​​​​​​​-Azubi-Gipfels beim Kreis. Denn, so auch das Ziel des neuen Planspiel-Angebots: „Wer die Strukturen der EU​​​​​​​ kennt, interessiert und beteiligt sich auch eher.“

Organisiert hatten den EU​​​​​​​-Azubi-Gipfel, bei dem die Einigung auf eine Richtlinie zur Reduzierung von Plastikabfällen im Mittelpunkt stand, das Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein in Trägerschaft des Rhein-Kreises Neuss und die CIVIC GmbH – Institut für internationale Bildung, Düsseldorf.

Nach einer Einarbeitung in Themen wie Kunststoffe, Plastikmüll, Umwelt- und Gesundheitsschutz teilten sich die Nachwuchskräfte der Kreisverwaltung in Mitglieder der EU​​​​​​​-Organe Europäische Kommission, Europäisches Parlament und Ministerrat auf. Mehrere Beratungs- und Diskussionsrunden waren erforderlich bis es „in 2. Lesung“ zu einer Einigung kam, die in Form einer EU​​​​​​​​​​​​​​-Richtlinie unter anderem die Erstellung und jährliche Aktualisierung einer Auflistung von verbotenen Plastikartikeln, das Verbot von nicht-recycelbaren Verpackungskunststoff ab 2021 und verstärkte Anstrengungen zur Reduzierung von Plastikmüll in Gewässern vorsah.

Die Resonanz nach der Veranstaltung war durchweg positiv. Die Teilnehmer fanden das Planspiel-Format sehr geeignet, um die Arbeitsweisen der EU​​​​​​​-Gremien kennenzulernen. Zudem hätten sie viel Neues über das Material Kunststoff an sich und die Plastikmüll-Problematik erfahren.