Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Harald Vieten und Jens Kotterba mit Edelbert Jansen
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.), Baudezernent Harald Vieten (l.) und Jens Kotterba vom Gebäudemanagement des Rhein-Kreis Neuss (2.v.l.) mit Schuleiter des BTI Neuss Edelbert Jansen (2.vr.) und ein Mitarbeiter der Firma Elektro Jansen aus Erkelenz © Stefan Büntig/Rhein-Kreis Neuss
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Corona-Krise: Kreis beschleunigt Digitalisierungsprojekte in Kreisschulen

Digitalisierung |

„Die Corona-Krise hat in den Schulen deutlich gemacht, wie wichtig Möglichkeiten sind, Unterrichtsinhalte auch digital zu vermitteln“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zu einem aktuellen Investitionsprogramm, dessen Hauptaugenmerk auf Infrastruktur- und Digitalisierungsmaßnahmen in den Kreisschulen liegt. Gleichzeitig hat er das Handwerk im Blick, denn die Corona-Krise hat auch diesen Wirtschaftszweig erfasst und sorgt in Teilen für erhebliche wirtschaftliche Einschnitte. „In diesen schwierigen Zeiten ist es unverzichtbar, dass die Investitionstätigkeit nicht abbricht. Deshalb versuchen wir Unternehmen zu helfen und soweit möglich, Bauprojekte vorzuziehen“, sagt Petrauschke. 

Insgesamt plant der Rhein-Kreis Neuss in diesem Jahr in Infrastruktur- und Digitalisierungsmaßnahmen für seine zwölf Kreisschulen 10,1 Millionen Euro zu investieren, davon 6,3 Millionen Euro aus den Förderprogrammen „Gute Schule 2020“, „Kommunalinvest-Förderungsgesetz II“ und „Digitalpakt Schule“ des Landes und des Bundes. „Viele dieser Investitionsmaßnahmen sind auf den ersten Blick nicht sichtbar. So wird mit Hochdruck die Netzwerkinfrastruktur und Serverlandschaft mit Verkabelung modernisiert und flächendeckendes WLAN eingerichtet“, sagt IT- und Baudezernent Harald Vieten. Im Kreis-Berufsbildungszentren (BBZ) Weingartstraße in Neuss und im BBZ Grevenbroich liegen die Maßnahmen zum Beispiel bereits mehrere Wochen vor dem ursprünglichen Zeitplan, in der Michael-Ende-Schule und Joseph-Beuys-Schule in Neuss, beides Förderschulen des Kreises, sind es bereits vier bzw. neun Monate.

„Bei einigen Firmen gab es coronabedingte Auftragsstornierungen. Diese Lücken haben wir genutzt, um unsere Projekte frühzeitiger mit den Firmen anzustoßen“, betonen die beiden Kreis-Projektleiter Jens Kotterba und Franz Steves vom Amt für Gebäudewirtschaft. Das sorge insgesamt für mehr Geschwindigkeit auf den Baustellen und die Firmen seien froh, auftragsfreie Zeiten zu überbrücken. Sorgen bereiten allerdings, dass viele IT-Komponenten im Ausland hergestellt werden. Auch hier können sich die Unterbrechungen der Lieferketten noch negativ auf die Projekte auswirken.