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EU unterstützt marktreife Innovationen von europäischen Unternehmen – auch in München und Berlin

Europa |

Die Europäische Kommission hat heute über den Europäischen Innovationsrat (EIC) fast 166 Millionen Euro an 36 Unternehmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie vergeben. Darüber hinaus erhalten weitere 36 Unternehmen über 148 Millionen Euro als Beitrag zum Europäischen Aufbauplan. Damit belaufen sich die Gesamtinvestitionen aus „Horizont 2020“, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der EU, in der aktuellen Ausschreibungsrunde auf 314 Millionen Euro. Zu den erfolgreichen deutschen Unternehmen gehören eine Firma aus München und drei aus Berlin.

Die Münchener Firma Advitos hat ein Therapiesystem entwickelt, dass das Potenzial hat, die Überlebenschancen von COVID-19-Patienten zu erhöhen, die an schwerem Multiorganversagen (MOF) leiden. Die Blutreinigungstherapie kombiniert die Leber-, Lungen- und Nierenunterstützung und die direkte pH-Korrektur des Blutes in einem Gerät und soll dazu beitragen, in der Corona-Krise Leben zu retten.

Die Berliner Firma Content Flow bietet eine komplette Livestreaming-Plattform, die von einem einzigen Hub ausgeht. Content Flow hilft Unternehmen dabei, auch während der Pandemie weiterhin Informationen per Live-Streaming auszutauschen und Veranstaltungen online zu stellen. Sie bietet u.a. Flexibilität für verschiedene Formate, Streaming in Full-HD und Restreaming auf alle wichtigen sozialen Plattformen (z.B. Facebook, Twitter, YouTube).

Ebenfalls in Berlin ansässig ist Tretbox, die den Ono Pedal Assisted Transporter (PAT) entwickelt haben, der die Stadtlogistik verändern soll. Die Pandemie hat die Nachfrage nach Paketzustellung erneut enorm ansteigen lassen. Dennoch haben sich die Zustellungsmethoden in den letzten 90 Jahren kaum weiterentwickelt. Ono PAT soll hier Abhilfe schaffen. Das Elektrofahrzeug kombiniert die Flexibilität und Vorteile eines Fahrrads mit der Haltbarkeit und Ladekapazität eines Transporters.

Streem.ai aus Berlin hat ein Tool zur Erkennung von KI-Anomalien für große Mengen von Zeitreihendaten in Echtzeit entwickelt. Die Kerntechnologie von Streem.ai trägt auch zu qualitativ hochwertigeren und effizienteren Virustests bei, indem sie Diagnosegeräte überwacht und Testergebnisse analysiert, um Muster für die Forschung zu ermitteln.

 „Das enorme Talent und die bahnbrechenden Ideen innovativer europäischer Unternehmen geben uns Hoffnung“, freut sich Mariya Gabriel, Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend. „Indem wir unsere Unterstützung für den Europäischen Innovationsrat aufstocken, erschließen wir ihr Potenzial und können so besser gegen das Coronavirus vorgehen und den Aufbau Europas unterstützen. Der EIC hat auf die Coronakrise rasch reagiert und die Flexibilität und Wirksamkeit der Förderung durch die EU bewiesen.“