Zu sehen ist eine Furchenbiene auf einer Blüte
© Josef Otulak
Schnell gesucht? Schnell gefunden ...

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Wildes Zons. Naturfotografien von Josef Otulak

Neue Sonderausstellung im Museum Zons

Wildes Zons. Naturfotografien von Josef Otulak
3. Juli - 23. August 2020

Die Dormagener Rheinschleife ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Das Naturschutzgebiet beherbergt eine faszinierende Artenvielfalt direkt vor der eigenen Haustüre, die manch einer im Alltag noch gar nicht wahrgenommen hat. Wer jedoch genauer hinsieht und -hört, bemerkt: Es summt, zwitschert, fliegt und blüht rund um Zons!

Die direkt am Rhein gelegene ehemalige Zollfeste ist umgeben von mehreren kleinen Naturschutzgebieten. Eine abwechslungsreiche Landschaftsstruktur aus Deich, Feld, Wald und Rheinufer bietet Flora und Fauna verschiedenster Arten einen paradiesischen Lebensraum. Insekten, darunter zahlreiche Schmetterlinge und Bienenarten, tummeln sich auf den grünen Wiesen, Sing- und Greifvögel bevölkern die Lüfte und treffen im “Garten von Zons” auf Steinmarder, Beißschrecken und Wespenspinnen.

Josef Otulak dokumentiert mit seinen Fotografien den Naturraum im Detail: Zarte Flügel, große Facettenaugen und filigrane Strukturen von Blättern und Blüten werden so sichtbar und zeigen die “wilde” Seite von Zons.

“Originale aus der Natur”, Wespennester oder Vogeleier, des Umweltamtes des Rhein-Kreis Neuss sowie der Biologischen Station im Rhein-Kreis Neuss e.V. ergänzen die Fotografien anschaulich.

Inspiriert von der Natur: Wie die Kunst die Natur sieht

Eindrucksvolle Werke von Künstlerinnen und Künstlern erweitern die Fotoausstellung mit Gemälden, Skulpturen und Kunsthandwerk. Die Natur war seit jeher Inspirationsquelle und Lehrmeister für die bildende und angewandte Kunst: Sie folgte den dort gefundenen Vorbildern, imitierte und veränderte diese bereits seit der Antike.

Im Zug der Ausstellung “Wildes Zons” haben sich Künstler auf unterschiedliche Art und Weise mit der Natur und ihrer Darstellung auseinandergesetzt. Dabei spielt die naturgetreue Wiedergabe weniger eine Rolle, sondern viel mehr die ganz persönliche Sichtweise und Wahrnehmung des Künstlers seiner Umgebung. So lassen sich natürliche Strukturen von Insektengliedern in Skulpturen oder das feine Liniengerüst eines Blattes auf Gemälden wiedererkennen. Aus in der Natur gefundenen Anregungen entstehen weitergedachte, faszinierende Natur-Kunstwerke!

Die genaue Beobachtung und das Spiel mit den Formen der Natur beherrschte auch schon der Jugendstil in Perfektion: So ergänzen ausgesuchte Stücke aus der Museumssammlung “Zinn des Jugendstil” die Ausstellung und präsentieren Insekten und Pflanzen auf glänzender Oberfläche.

Filigraner Schmuck – Strukturen der Natur entnommen

Ohrringe, die an Schmetterlingsflügel erinnern, Broschen, die wie feine Blattstrukturen aussehen und Kettenanhänger in Form eines Ginkoblattes. Die gezeigten Schmuckstücke lassen unschwer eine Inspiration durch natürlich Formen erkennen und können in der Ausstellung bestaunt werden.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:

  • Josef Otulak, Naturfotografie
  • Christina Althaus, Künstlerin
  • Joachim Conrad, Künstler
  • Günther Kallen, Künstler
  • Anders Reeh, Schmuckdesignerin
  • Gabriele Wehrmeyer, Textilkünstlerin