DIE WELT DES SPORTS
Kreis stellte Förderantrag für die Ringerhalle
Rhein-Kreis Neuss (NGZO) Lange wurde um die Ringerhalle für Dormagen gerungen, doch jetzt nimmt das Projekt zügig Fahrt auf. Vor Wochenfrist zog der Kreisausschuss das Thema an sich, am Samstag überreichte Landrat-Stellvertreter Jürgen Steinmetz den Förderantrag und Mittwoch gab er zu Protokoll: "Wir wollen noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen." Die Konsequenz: Bereits Mitte nächsten Jahres soll in der neuen Halle trainiert werden.
Damit geht offenbar alles seinen Gang. Die zirka 700.000 Euro teure Halle wird in Regie des Rhein-Kreises auf dem Areal des Berufsbildungszentrums (BBZ) am Willy-Brandt-Platz in Dormagener Bahnhofs-Nähe errichtet. Das stärkt den Bundesleistungsstützpunkt "weibliches Ringen" gestärkt.
Seit Jahren gehört der AC Ückerath bundesweit zu den Leistungsträgern des Frauen-Ringens. Ursprünglich sollte die Halle in Nievenheim gebaut werden. Die Pläne wurden aber angesichts der leeren Stadtkasse von der schwarz-gelb-grünen Ratsmehrheit in Dormagen gestoppt.
Der Rhein-Kreis trat auf den Plan. Vor allem CDU-Fraktionschef Dieter Welsink und Sportdezernent Jürgen Steinmetz machten sich für die "Kreis-Lösung" stark. Sie fürchteten, den Status als Bundesleistungsstützpunkt zu verlieren. "Uns ging es nicht um eine Korrektur des Ratsbeschlusses", versicherte Welsink, "sondern wir wollten Schaden vom Sport im Rhein-Kreis abwenden." Für Welsink ist Sport, vor allem der Jugendsport, "immer noch die beste präventive Sozialarbeit".
Das Förderverfahren läuft. Der aus Neuss stammende Manfred Palmen, (Sport-)Staatssekretär im Innenministerium NRW, nahm den Antrag aus der Hand von Steinmetz entgegen. Das Land hatte in Aussicht gestellt, 80 Prozent der Investitionssumme zu bezuschussen.




