Ziel der palliativen lindernden Pflege gilt nicht in erster Linie der Heilung und Genesung des Patienten, sondern der Erhaltung und (Wieder-) Herstellung von Lebensqualität für den betroffenen Menschen. Palliativpflege kann auch unterstützend und entlastend parallel zu einer medizinischen Therapie geleistet werden.
Palliativpflege erkennt die physischen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse des Patienten. Gemeinsam in einem interprofessionellen Team, bestehend aus Pflegekräften, Palliativmediziner und Schmerztherapeut, Psychologe, Sozialarbeiter /-in, Physiotherapeuten, Diätassistenten und Seelsorgern werden die Problemlösungen besprochen und umgesetzt.
In der gesamten Pflege ist die Integration der Angehörigen von hoher Wichtigkeit.
Der Patient steht im Mittelpunkt!
In einem Pilotprojekt führen wir gemeinsam mit der Universität Bielefeld für pflegende Angehörige und ihre Familien, die die Entscheidung getroffen haben, die Pflege ihres Familienmitglieds durchzuführen, Schulungen in unserem Hause durch.
Inhalt dieser Schulungen ist:
In einem geringen Umfang Erlernen pflegerischer Kompetenzen in Bezug auf Bewegen und Lagern des Patienten, Ernährung, Ausscheidung, Ratschläge zu dem Einsatz von Hilfsmitteln.
Aber auch die persönliche Reflexion über die Situation des Angehörigen findet Raum und Zeit wie auch die Information über weitere Hilfen wie z.B. Beratungsstellen, Möglichkeiten der Sozialgesetzgebung etc.
Auch der Austausch der Angehörigen untereinander wird gefördert und unterstützt.
In enger Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst und unseren ausgebildeten Wundmanagern wird die Behandlung von Problemwunden vorgenommen. Darüber hinaus haben die Wundmanager eine beratende Funktion für unsere Pflegekräfte. Sie erarbeiten nach festgelegten Prinzipien und dem neuesten Stand der Erkenntnisse die für unseren Patienten beste Therapiemöglichkeit.
Weitergebildete Kranken- und Kinderkrankenschwestern zu Still- und Laktationsberaterinnen führen für schwangere Frauen Beratungen in Vorbereitung auf das Stillen durch. Sie geben fundierte Informationen zum Stillen weiter und zeigen die entsprechenden Vorteile für Mutter und Kind auf.
Sie führen eine individuelle Anleitung und Begleitung der Mütter, vom ersten Anlegen an, durch. Bei Stillproblemen erkennen sie die Ursache und können so eine adäquate Hilfe anbieten.
Des Weiteren bieten sie für das Pflegepersonal Fortbildung im Bereich Stillen und Laktation an.
Speziell ausgebildete Pflegekräfte unterstützen die behandelnden Ärzte in enger Zusammenarbeit bei der Schmerztherapie. Auf jeder Station wurden Multiplikatoren fortgebildet, um unsere Schmerzpatienten engmaschig zu betreuen, den Schmerz zu messen und die ärztlichen Anordnungen schnellstmöglich an den Patienten zu bringen. Kein Patient sollte über eine längere Zeit Schmerzen erleiden müssen. Dieser Vorsatz hat einen hohen Stellenwert in unserem Haus.
Schmerzdienst
der Kreiskrankenhäuser
des Rhein-Kreises Neuss
Dr.-Geldmacher-Str. 20
41540 Dormagen
Telefon: 02133 66-1
Fax: 02133 66-2441
Hier erhalten Sie einen ausführlichen Überblick über unser innerbetriebliches Fortbildungsprogramm:
Fortbildungen© 2008-2012 Kreiskrankenhaus Dormagen, Letzte Aktualisierung: 15.01.2010