Gruppenfoto der Preisverleihung
© Baum

Inhalt

Preisträger 2011

Preisträger Kategorie "TV/Hörfunk"

Gesine Enwaldt bei der Preisverleihung"Als besten Film zum Thema Ehrenamt der letzten beiden Jahre" befand die Jury die ARD/WDR-Reportage "Gut sein auf Probe - ein Egoist engagiert sich". Hauptdarsteller Sven Kuntze, der sich selbst als Egoist bezeichnet, zweifelt am bisherigen Lebensentwurf und begibt sich auf eine Reise in die Welt des Ehrenamtes, um selbst Gutes zu tun - zumindest auf Probe. Nicht auf alle Fragen findet der Filmheld Antworten, und trotz harter Themen darf gelacht werden, auch im Hospiz mit Sterbenden. Dem Autorenteam Sven Kuntze, Gesine Enwaldt und Ravi Karmalker ist es nach Auffassung der Jury gelungen, dem Zuschauer die Angst vor anderen Menschen, vor Ausgegrenzten und vor dem Ehrenamt selbst zu nehmen. Entstanden ist ein beeindruckender Film mit großartiger Kameraführung und wunderbarem Schnitt, der zur Primetime im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. In vorbildlicher Weise erfüllt der Film die Ziele des Journalistenpreises "Pro Ehrenamt - Hermann Wilhelm Thywissen-Preis", urteilte die Jury. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger Kategorie "Print"

Elisabeth Hussendörfer bei der PreisverleihungFür ihre Reportage "Das Kind, das sterben sollte" in der Zeitschrift "freundin" wurde Elisabeth Hussendörfer mit dem Journalistenpreis "Pro Ehrenamt- Hermann Wilhelm Thywissen-Preis" des Rhein-Kreises Neuss in der Kategorie "Print" ausgezeichnet. Die Jury lobte das bewegende Porträt einer Familie, die in liebevoller Weise zwei behinderte Kinder bei sich aufgenommen hat. Im Mittelpunkt steht die Geschichte des kleinen Tim, den es nach der Entscheidung seiner leiblichen Eltern eigentlich nicht geben sollte. Der Autorin sei es meisterlich gelungen, behutsam und ohne auf die Tränendrüse zu drücken, die Motive der Familie Guido herauszuarbeiten. Die gelungene und tiefgründige Reportage hat die Jury überzeugt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger Kategorie "Lokales"

Sabrina Friedrich und Markus Holz bei der PreisverleihungFür die Serie "Helfende Hände", erschienen in der Leine-Zeitung, wurden Sabrina Friedrich und Markus Holz mit dem Journalistenpreis "Pro Ehrenamt - Hermann Wilhelm Thywissen-Preis" des Rhein-Kreises Neuss in der Kategorie "Lokales" ausgezeichnet. Die Preisträger bewiesen durch lebendige Porträts, dass Ehrenamt in seinen vielfältigen Ausprägungen Spaß macht, dass Helfen ansteckend sein kann und den Helfenden gleich viel bedeutet, wie demjenigen, dem geholfen wird. Den Autoren ist es nach Auffassung der Jury vorbildlich gelungen, mit ihrer Serie Publizität und einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung des Ehrenamtes  im Verbreitungsgebiet der Leine-Zeitung geleistet zu haben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger Kategorie "Nachwuchsförderpreis"

Philipp Ziser bei der PreisverleihungFür seine MERIAN-Reportage "Tue Gutes und reise darüber" wurde Philipp Ziser mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet. Ziser erzählt darin die Geschichte einer jungen Frau aus Baden-Würtemberg, die sich ehrenamtlich in Burundi, einem der ärmsten Länder der Welt, für Waisenkinder einsetzt. Die Jury lobt: "Ziser schreibt mit seinem ganzen Talent, seiner Seele und dem festen Willen zur Veränderung gegen das Elend an, lässt aber auch der Faszination dieses afrikanischen Landes Raum." Mit seiner eindrucksvollen Reportage rüttelt er die Menschen auf, die bisher nur wenig oder gar nichts über Burundi und dem  Schicksal von 800.000 Straßen- und Waisenkinder erfahren hatten. Der Nachwuchspreis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Sonderpreis der Jury

Bernd und Heidi Umbreit bei der PreisverleihungMit dem Sonderpreis der Jury wird der Dokumentarfilm "Hallo Jule, ich lebe noch" der Oberstenfelder Filmautoren Bernd und Heidi Umbreit ausgezeichnet, der für den WDR produziert wurde. "Dieser Film ist in seiner Intensität außergewöhnlich", lobt die Jury, den Film über suzidgefährdete Jugendliche. Behutsam, die Kamera meist ein wenig entfernt, gelingt es den Autoren, sich dem harten Thema Suizid auf sensible Art zu nähern. Die Protagonisten Jule und Anna kommen ausführlich zu Wort, keine 30-Sekunden O-Töne, der Film erzählt nicht, sondern lässt erzählen. "Ein herausragender Film", urteilt die Jury. Der Sonderpreis der Jury ist mit 2.000 Euro dotiert.