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Dezernent Karsten Mankowsky © Rhein-Kreis Neuss | Volle Größe

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Umweltamt des Rhein-Kreises Neuss warnt vor Überschwemmungen durch Starkregen

Umwelt |

Starkregen ist sehr schwer vorherzusagen. Er dauert meistens nur kurz und betrifft ein kleinräumiges Gebiet. Dennoch können große Schäden entstehen, wenn innerhalb kürzester Zeit große Niederschlagsmengen fallen. "Dies gilt auch für unsere Region, die in den vergangenen Monaten von Unwettern empfindlich getroffen wurde", so Karsten Mankowsky, der Umweltdezernent des Rhein-Kreises Neuss. Er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einige Tipps für die private Vorsorge zusammengetragen.

"Das öffentliche Kanalnetz kann aus technischen und wirtschaftlichen Gründen für solche Ereignisse nicht ausgelegt werden. Zudem kommen auch nicht alle Wassermengen am Kanal an, da auch die Abflüsse auf den Dächern und den Straßen im Extremfall überlastet sein können", so Norbert Clever, der Leiter des Umweltamtes des Rhein-Kreises Neuss. Auch wenn man sich nicht völlig vor solchen plötzlichen Ereignissen schützen könne, ließen sich mögliche Gefahrenpunkte fürs eigene Heim doch wesentlich entschärfen.

"Zu bedenken ist, dass bei sehr starken Niederschlägen Wasser insbesondere durch Tür- und Fensteröffnungen in tiefer gelegene Räume wie Keller eindringen kann", heißt es im Kreisumweltamt. Dem kann beispielsweise mit wasserdichten Türen und Fenstern abgeholfen werden. Gewährleistet werden sollte auch, dass das Niederschlagswasser von Dächern ungehindert ablaufen kann und keine Rohre verstopft sind. Außerdem kann über den öffentlichen Kanal ein Rückstau in die Gebäude entstehen, was durch den Einbau einer Rückstauklappe verhindert wird.

Bei Ölheizungen kann das Auslaufen von Öl durch undichte Stellen im System zu nachhaltigen Beschädigungen des Gebäudes sowie der Inneneinrichtung führen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass austretendes Öl erhebliche Verunreinigungen ober- und unterirdischer Gewässer verursacht. "Öltanks sollten daher mit allen Anschlüssen und Öffnungen so abgesichert sein, dass von außen kein Wasser eindringen kann. Darüber hinaus sollte der Tank durch geeignete Halterungen gegen ein Aufschwimmen gesichert sein", so Gabriele Bemba, die Leiterin der Unteren Wasserbehörde.

Weitergehende Hinweise zu den Themen "Objektschutz" und "Bauliche Vorsorge" können im Internet der Hochwasserschutzfibel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit entnommen werden. Auch die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes in Rundfunk und Fernsehen sowie im Internet sollten beachtet werden. Darüber hinaus können mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App ("NINA") des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen für einen bestimmbaren Standort abgerufen werden. Die App ist kostenlos erhältlich. Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des BKK.

Das Hochwasser-Kompetenz-Centrum in Köln bietet allen Hausbesitzern einen so genannten Hochwasserpass an. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat unterdessen ein neues Fachinformationssystem über die Folgen des Klimawandels wie die Zunahme von Starkregentagen in den Regionen Nordrhein-Westfalens freigeschaltet.

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