Robert Abts, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Marion Müller, Staatssekretär Dr. Günter Horzetzky, Siegfried Gänßlen, Professor Dr. Barbara E. Weißenberger, Benjamin Küsters, Anna Bauer und Madeleine Feder
Auftakt des regionalen CSR-Kompetenzzentrums (von links): Robert Abts, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Marion Müller, Staatssekretär Dr. Günter Horzetzky, Siegfried Gänßlen, Professor Dr. Barbara E. Weißenberger, Benjamin Küsters, Anna Bauer und Madeleine Feder, wissenschaftliche Projektmitarbeiterin © S. Büntig/Rhein-Kreis Neuss

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Unternehmen aus der Region informierten sich über nachhaltiges Wirtschaften

Wirtschaft |

Viele heimische Unternehmen sind sehr interessiert an der Verbindung von ökologischer, sozialer und ökonomischer Verantwortung, kurz Corporate Social Responsibility (CSR) genannt. Das zeigte sich jetzt bei der Auftaktveranstaltung des regionalen CSR-Kompetenzzentrums im Rhein-Kreis Neuss auf Schloss Dyck. "Kleine und mittlere Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Von daher möchten wir ein innovativer Begleiter sein, wenn es darum geht, Wandel und Zukunftsthemen wie Digitalisierung oder eben CSR zu gestalten", so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie auch kleine und mittlere Unternehmen ihren Beitrag zu Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung leisten und gleichzeitig Mehrwert schaffen können. Als Vertreter des Landeswirtschaftsministeriums unterstrich Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky den Mehrwert von CSR: "Gesellschaftliche Verantwortung und Gewinnstreben schließen sich nicht aus. Es geht um - im doppelten Wortsinn - gute Geschäfte: für die Unternehmen und für die Gesellschaft."

Rund 100 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft waren der Einladung des Kompetenzzentrums gefolgt und ließen sich von Siegfried Gänßlen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Firma Hansgrohe SE und Vorstandsvorsitzender des Internationalen Controller-Vereins, schildern, weshalb CSR ein Schlüsselfaktor für unternehmerischen Erfolg ist. Am Beispiel seines Armaturen-Herstellers zeigte er auf, wie er bei der Ausrichtung des Betriebs konsequent auf CSR setzte. "Essentiell für den Erfolg der Nachhaltigkeit ist die Implementierung in die Unternehmensstrategie", so Gänßlen.

Untermauert wurden seine Ausführungen von Dr. Barbara E. Weißenberger, Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die das Projekt an der wissenschaftlichen Schnittstelle begleitet und unterstützt. "CSR schafft Mehrwert! Unternehmen, die Nachhaltigkeit in ihre Geschäftsmodelle integrieren, sind erfolgreicher - bei Kunden, Mitarbeitern oder Investoren", so die Expertin. CSR könne nicht von oben herab passieren, sondern müsse als Basis auf allen Ebenen des Unternehmens gelebt werden.

Marion Müller, Marketingleiterin der Kurt Müller GmbH in Frechen, und Benjamin Küsters, Geschäftsführer bei Gartenhof Küsters in Neuss, veranschaulichten bei einer anschließenden Podiumsdiskussion, wie sie CSR in ihren mittelständischen Unternehmen betreiben. Genau dort setzt auch die Arbeit des regionalen CSR-Kompetenzzentrums an: "Wir möchten Unternehmen sensibilisieren, dass verantwortliches Handeln und ökonomische Ziele in Einklang stehen. Darüber hinaus wollen wir verdeutlichen, dass die Eintrittsbarriere für erste Schritte häufig gar nicht so hoch hängt und wir passende Angebote liefern", sagte Robert Abts, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Rhein-Kreis Neuss mbH.

Ab September finden regelmäßige Workshops und Informationsveranstaltungen innerhalb der Projektregion statt. Dazu gehören neben dem Rhein-Kreis Neuss die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die IHK zu Düsseldorf und die Wirtschaftsförderungen der Städte Düsseldorf und Krefeld sowie der Kreise Mettmann und Viersen und des Rhein-Erft-Kreises.

Das regionale CSR-Kompetenzzentrum Rhein-Kreis Neuss unter der Leitung von Anna Bauer ist eines von fünf Kompetenzzentren in NRW und konnte sich im Vorjahr mit seinem Antrag gegen weitere Bewerber durchsetzen. Das Projekt wird unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung 2014-2020 ("Investition in Wachstum und Beschäftigung").

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.