Menschengruppe
Huda Ibrahim und Theodor Dinu-Kraus (Mitte) freuten sich über die Glückwünsche von (v.l.) Kreisdezernent Tillmann Lonnes, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Gerhard Kath (Alexander-von-Humboldt-Gymnasium) und Projektleiterin Eva Schmitt-Roth vom Rhein-Kreis Neuss. © M. Reuter / Rhein-Kreis Neuss

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Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises: Huda Ibrahim und Theodor Dinu-Kraus starten im Studium durch

Bildung |

Huda Ibrahim und Theodor Dinu-Kraus profitieren in diesem Jahr vom Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss. Die beiden Abiturienten aus dem Irak und Rumänien erhalten ab Oktober beide ein Hochschulstipendium in Höhe von jeweils 300 Euro monatlich. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gratulierte den beiden zusammen mit Kreisdezernent Tillmann Lonnes und sagte: "Sie sind als Stipendiaten Vorbilder für andere Schüler mit Migrationshintergrund, denn Sie haben nicht nur ein sehr gutes Abitur absolviert, sondern sich auch in Ihrer Freizeit sozial engagiert."

Huda Ibrahim aus Neuss

Zahnmedizin will sie studieren – das steht für Huda Ibrahim aus Neuss fest. Der Irak-Krieg vertrieb sie zunächst nach Syrien. Mit 12 Jahren kam sie in Neuss an, wo sie von der Hauptschule rasch zum Gymnasium wechselte. Acht Jahre später unterstützt sie nun selbst Migranten dabei, Deutsch zu lernen– in den Seiten-Einsteigerklassen an zwei Neusser Gymnasien.

Am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Neuss nahm die Irakerin vor kurzem freudestrahlend ihr Abi-Zeugnis mit der Note 1,5 entgegen. Gerhard Kath, Direktor dieser Schule, gratulierte Huda Ibrahim zum Stipendium und betonte, dass bereits mehrere Absolventen seines Gymnasiums von dieser Förderung des Rhein-Kreises Neuss profitiert haben.

Theodor Dinu-Kraus aus Rommerskirchen

1997 in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geboren, kam Theodor Dinu-Kraus 2001 mit seiner Familie nach Deutschland. Er wohnt heute in Rommerskirchen und engagiert sich in seiner Freizeit für den interkulturellen Austausch zwischen seiner alten siebenbürgischen Heimat und Deutschland. Theodor Dinu-Kraus hat das Dormagener Leibniz-Gymnasium besucht, das er jetzt mit einem hervorragenden 1,5-Abiturschnitt verlässt. Seine Zukunftsplanung steht noch nicht genau fest: Mit dem Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss will er entweder Jura oder Informatik studieren.

Migranten-Stipendium

Seit 2009 vergibt der Rhein-Kreis Neuss das Migranten-Stipendien an erfolgreiche und sozial engagierte Abiturienten, die mit ihren Familien aus dem Ausland eingewandert sind und seit mindestens drei Jahren im Kreisgebiet leben. Alle bis jetzt geförderten Stipendiaten sind gut in ihr Studium gestartet. Sie kommen regelmäßig in Schulen des Rhein-Kreises Neuss und motivieren durch die Schilderung ihres Werdegangs die künftigen Abiturienten mit Migrationshintergrund.
Eine Experten-Jury entscheidet über das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss. Zu dieser Kommission gehören der Vorsitzende des Schulausschusses Rainer Schmitz, der Dezernent für Schulen und Kulktur Tillmann Lonnes, Natalia Lüdtke vom Kommunalen Integrationszentrum des Rhein-Kreises Neuss sowie Willi Breuer (Schulleiter der Gesamtschule An der Erft in Neuss), Frank Huber (BBZ Weingartstraße) und Ulrich Dauben (Leiter des Quirinus-Gymnasiums in Neuss). Beraten wurde die Kommission von Torsten Götte, Leiter des Projekts "Migrantenförderung an der Schulform Gymnasium im Rhein-Kreis Neuss", und Eva Schmitt-Roth, Projektleiterin "Migranten-Stipendium" beim Rhein-Kreis Neuss.

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