Menschengruppe
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Ruth Harte, Leiterin des Europe Direct Informationszentrum Mittlerer Niederrhein, Veranstaltungsmoderatorin Beate Kowollik und Kreisdirekotr Dirk Brügge (v.l.) mit Vertretern der Wohlfahrtsverbände und ehrenamtlichen Initiativen, die sich beim Europatag im Kreishaus ebenfalls präsentierten. © S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss

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Europatag: Flüchtlingssituation als EU-weite Herausforderung

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"Ankommen in Europa – Gemeinsame Herausforderungen" - lautete das Motto des diesjährigen Europatags im Kreishaus Neuss. Im Mittelpunkt der Veranstaltung des Europe Direct-Informationszentrums Mittlerer Niederrhein stand die Flüchtlingskrise und ihre Bewältigung von der europäischen bis zur lokalen Ebene.

Wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in seiner Eröffnungsrede betonte, dürfe die Flüchtlingssituation nicht den Blick für die Chancen der Europäischen Einigung trüben, die für Frieden, Freiheit und eine offene Gesellschaft stehe. Die EU habe schon verschiedenste Herausforderungen gemeistert und sei stets gestärkt daraus hervorgegangen. Grenzen müssten der Vergangenheit angehören – neue Grenzziehungen erst recht.

Die stellvertretende Leiterin der Regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, Mirja-Hannele Ahokas, erinnerte, dass die EU eine Konsensgemeinschaft von 28 Mitgliedstaaten sei, deren Interessen und Möglichkeiten immer erst zusammengebracht werden müssten. Im Umfeld der Flüchtlingsfrage seien Ergebnisse zum Beispiel Finanzzusagen und Regelungen wie die Revision des Dublin-Abkommens, die Vereinbarung eines Quotensystems und die Kooperation mit Drittstaaten.

Einen Überblick über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in Deutschland und im Rhein-Kreis Neuss gab Kreisdirektor Dirk Brügge als Flüchtlingsbeauftragter des Rhein-Kreises Neuss. Dabei stellt er das überragende Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Rhein-Kreis Neuss heraus. Für den Sommer kündigte Brügge ein Kommunales Integrationskonzept für den Rhein-Kreis an, das derzeit mit den Städten und Gemeinden sowie weiteren Akteuren erarbeitet wird.

Außerdem präsentierten die Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss, die Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach sowie die ehrenamtlichen Initiativen "Recht auf Spiel" aus Grevenbroich und "Migration Care" aus Neuss ihre Flüchtlingshilfe vor Ort.

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