Menschengruppe steht vor Haus
Kommissions- und Ausschussvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Klose (l.) und Sozialamtsleiter Siegfried Henkel (r.) mit Mitgliedern der Kommission "Silberner Plan" in Kevelaer. © Rhein-Kreis Neuss

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Kreiskommission informiert sich über neue Wohnquartier-Konzepte

Senioren |

Die Seniorenpolitik hat für den Rhein-Kreis Neuss einen hohen Stellenwert. So befasst sich die Kommission Silberner Plan, die seit den 70er Jahren kontinuierlich Ziele und Perspektiven für die Altenarbeit im Kreis formuliert, auch schon länger mit neuen Wohnformen im Alter – insbesondere als Alternative zur stationären Heimunterbringung.

Bereits drei in der Fachwelt anerkannte und beachtete Tagungen über aktuelle Entwicklungen zur Wohnsituation im Alter hat das Kreissozialamt organisiert. Denn, wie Dr. Hans-Ulrich Klose, Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses des Rhein-Kreises Neus und zugleich Vorsitzender der Kommission Silberner Plan, betont: "Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass sich möglichst viele ältere Menschen den Wunsch erfüllen können, ihr Leben möglichst lange aktiv und ihren Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Dazu gehört auch die altersgerechte Quartiersentwicklung."

In Kevelaer informierte sich die Kommission Silberner Plan jetzt unter der Leitung von Dr. Klose und Kreissozialamtsleiter Siegfried Henkel einmal mehr über ein neues Wohnkonzept in der Praxis. Besucht wurde das Wohnquartier "Klostergarten Kevelaer", in dem Nachbarschaftshilfe und Solidarität das Zusammenleben bestimmen. Neben der Klosterkirche als spirituellem Mittelpunkt des Klostergartens bildet ein Nachbarschafts-Haus den gesellschaftlichen Mittelpunkt des Quartiers. Hier hat die Caritas als Betreiber mehrere Einrichtungen unter einem Dach zusammengefasst. Im Wohnquartier gibt es 80 verschieden große barrierefreie Wohnungen. Betreutes Wohnen wird ebenso angeboten wie eine kleine stationäre Einrichtung mit 40 Plätzen.

In Neuss-Norf wird mit dem Projekt Grupellopark ein ähnliches Konzept umgesetzt. "Solche Projekte, wie sie im Rhein-Kreis Neuss schon an einigen Standorten existieren, entsprechen mehr den heutigen Wohnwünschen der Menschen und damit auch einer bedarfsgerechten Versorgungsstruktur, die zunehmend über die klassischen Altenpflegeplätzen hinausgeht", erläutert Kreisdirektor Dirk Brügge als zuständiger Dezernent für Senioren und Soziales.

So werden Kreispolitik und Kreisverwaltung die Idee neuer altengerechter Wohnformen im Quartier auch weiter unterstützen. Für die Kommission Silberner Plan steht als nächstes Praxismodell das Wohnprojekt "Proviva" in Leverkusen auf dem Informationsprogramm.

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