Berthold Stern, Professor Dr. Anja Karlshaus, Wolfgang Keusgen, Ulrich Birkmann, Michael Jungblut und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke
Mittelstandsbarometer (von links): Berthold Stern, Professor Dr. Anja Karlshaus, Wolfgang Keusgen, Ulrich Birkmann, Michael Jungblut und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke © L. Berns/Rhein-Kreis Neuss

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Mittelstandsforum informiert über die Chancen und Risiken des Auslandsgeschäfts

Wirtschaft |

"Aktuelle Herausforderungen im Auslandsgeschäft - Chancen und Risiken für den Mittelstand" war jetzt der Titel eines Abends im Rahmen des jährlich erhobenen Mittelstandsbarometers, den Sparkasse Neuss, Creditreform Neuss und Rhein-Kreis Neuss vor rund 100 Gästen ausrichteten.

Das Mittelstandsbarometer hat gezeigt, dass etwa ein Drittel der Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss bereits im Ausland tätig wurde - insbesondere Firmen aus dem verarbeitenden Gewerbe und aus dem Handel. "Unsere heimische Wirtschaft ist sehr gut aufgestellt, dennoch ist es für Unternehmen natürlich wichtig, ihren Aktionsradius zu erweitern und neue Märkte zu erschließen. Hier bietet das Auslandsgeschäft auch kleinen und mittelständischen Unternehmen viele Entwicklungsmöglichkeiten", so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

Nach einem einleitenden Vortrag von Wirtschafts- und Wissenschaftsjournalist Michael Jungblut diskutierte Petrauschke mit den Podiumsteilnehmern über Themen, die für Unternehmen bei Auslandsaktivitäten relevant sind. Ulrich Birkmann, Leiter des Auslandsgeschäfts der Sparkasse Neuss, und Wolfgang Keusgen, Geschäftsleiter Auslandsdienstleistungen der Creditreform Deutschland, vertraten die Finanzwirtschaft und informierten über die Schritte und das Vorgehen bei der Finanzierung und auch über die Absicherung, wenn es etwa um die Bonität der ausländischen Vertragspartner geht.

Als Vertreter eines innovativen Mittelständlers aus dem Rhein-Kreis Neuss berichtete Berthold Stern, Leiter Forschung und Entwicklung bei der Firma Humintech, über die Auslandsaktivitäten seines Unternehmens. Er wies auf die große Bedeutung der kulturellen Vorbereitung und den großen Nutzen von Muttersprachlern bei der Erschließung neuer Zielmärkte hin. Dies bestätigte auch Professor Dr. Anja Karlshaus, Trainerin für interkulturelles Management an der Cologne Business School, die darauf hinwies, dass es nicht darum gehe, sich in der Kultur des Zielmarkts komplett zu assimilieren, sondern um deren Besonderheiten zu wissen und mit diesen umzugehen.

Das Mittelstandsbarometer für den Rhein-Kreis Neuss ist eine feste Größe, wenn es darum geht, die wirtschaftliche Lage und die Stimmung der Unternehmen in der Region zu beurteilen und daraus einen regionalen Konjunkturausblick zu prognostizieren. Im Sommer wird es wieder eine Befragung geben.

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