Minister Dobrindt und Kreisdirektor Dirk Brügge
Schnelles Internet: Bundesminister Alexander Dobrindt (links) übergab Kreisdirektor Dirk Brügge einen Förderbescheid über 50 000 Euro. Mit dem Geld kann der Rhein-Kreis Neuss Beratungsleistungen bezahlen. © Pressestelle BMVI | Volle Größe

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Schnelles Internet: Kreisdirektor Brügge bekam Förderbescheid

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Mit einer finanziellen Zusage kam jetzt Kreisdirektor Dirk Brügge aus Berlin zurück: Aus den Händen von Bundesminister Alexander Dobrindt nahm er einen Förderbescheid über 50 000 Euro entgegen. Mit dem Geld kann der Rhein-Kreis Neuss Beratungsleistungen für schnelles Internet bezahlen und Antragsunterlagen für eine Bundesförderung seiner Projekte erstellen. In einem zweiten Schritt will das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Kommunen und Landkreise mit jeweils bis zu 15 Millionen Euro fördern, um den Breitbandausbau zu realisieren.

"Insgesamt nehmen wir 2,7 Milliarden Euro an Fördergeldern in die Hand, um ganz Deutschland mit schnellem Internet zu versorgen. Wir machen allen Kommunen und Landkreisen ein Angebot, das Bundesprogramm zu nutzen, damit es bis 2018 auf der Landkarte keine weißen Flecken mehr gibt", sagte Dobrindt bei der Übergabe des Förderbescheids. Kreisdirektor Brügge gab seiner Freude über den Zuschuss Ausdruck: "Beim digitalen Wandel gilt es mit an der Spitze zu stehen, denn eine flächendeckend schnelle Internetverbindung ist heute ein klarer Wettbewerbsvorteil für unsere Region und ihre Unternehmen."

Der Rhein-Kreis Neuss möchte mittelfristig eine flächendeckende Internetverbindung über Glasfasernetze mit einer Übertragungsrate von 100 Megabit/Sekunde in jeden Haushalt und in jeden Betrieb erreichen. Der Kreis koordiniert hierzu die Gespräche mit allen Städten und Gemeinden und drückt aufs Thempo. Auch beim Land will Landrat Petrauschke Geld locker machen und die Förderkulisse des Landes für den Breitbandausbau nutzen.

Die Versorgung stellt sich bisher in den Städten und Gemeinden an Rhein, Erft und Gillbach unterschiedlich dar. So sind vor allem die größeren Ortszentren bereits relativ gut mit schnellem Internet ausgerüstet. In den Dörfern und Randlagen stellt sich die Lage jedoch als problematisch dar. Gleiches gilt in vielen Gewerbegebieten, da die Zahl der Kunden pro Flächeneinheit dort geringer als in Wohngebieten ist und solche Areale für die Anbieter weniger attraktiv für den Netzausbau sind.

Seit Beginn des Bundesprogramms im November konnten bereits 78 Förderanträge von Kommunen und Landkreisen aus ganz Deutschland positiv beschieden werden. Täglich kommen neue hinzu. Durch die Förderung sollen unterversorgte Gebiete einen Netzzugang von mindestens 50 Megabit/Sekunde erhalten. Der Netzausbau wird technologieneutral bezuschusst. Der Fördersatz beträgt 50 bis 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen etwa der Länder kombinierbar ist, kann der Eigenanteil der Kommunen bis auf zehn Prozent reduziert werden.

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