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Kreisdirektor Brügge bei Dialogwerkstatt in Berlin: Integration von Flüchtlingen stärken

Bundesministerin Schwesig und Staatsministerin Özoðuz empfingen Vertreter aus den Kommunen im Bundeskanzleramt, unter ihnen Kreisdirektor Dirk Brügge (vorn, Zweiter von links).

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Kreisdirektor Dirk Brügge hat Vertreter der Bundesregierung in Berlin auf die erfolgreiche Sprach- und Arbeitsintegration von Flüchtlingen im Rhein-Kreis Neuss aufmerksam gemacht. Bei der Dialogwerkstatt "Kommunen stärken – rechte Hetze verhindern" warb er dafür, dass der Bund die SGB-II-Kosten der Unterkunft übernimmt und verwies auf einen entsprechenden Beschluss der Landessozial- und Arbeitsministerkonferenz.

Außerdem machte Brügge vor zahlreichen Experten deutlich, "dass es uns – dem Rhein-Kreis Neuss, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter – möglich gemacht werden muss, flexible und örtlich passgenaue Integrationsmaßnahmen einzusetzen". Das bisherige starre System hindere die Akteure daran, kritisierte der Kreisdirektor. Mit Bundesministerin Manuela Schwesig und Staatsministerin Aydan Özoðuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, vereinbarte er, darüber im Austausch zu bleiben.

Auf dem Programm der Dialogwerkstatt im Bundeskanzleramt standen neben einer Frage- und Diskussionsrunde auch Statements von Haupt- und Ehrenamtlern, die sich mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigen. Dabei ging es um Strategien im Umhang mit rechten Anfeindungen. Um diesen Angriffen entgegenzuwirken, unterstützt das Bundesprogramm "Demokratie leben!", an dem sich auch der Rhein-Kreis Neuss beteiligt, regionale und kommunale Initiativen, die Verantwortliche aus Politik und Verwaltung mit Aktiven aus der Zivilgesellschaft zusammenbringen. "Immer häufiger sind Kommunalpolitiker, die sich für Flüchtlinge einsetzen, rechten Anfeindungen ausgesetzt. Die Einschüchterungsversuche haben System: Rechtspopulisten und Rechtsextreme wollen so das gesellschaftliche Klima vergiften. Menschen, die sich gegen Rechts und für Flüchtlinge engagieren, sollen mundtot gemacht werden. Das dürfen wir nicht zulassen", so die Integrationsbeauftragte Özoðuz.

Bundesministerin Schwesig unterstrich: "Dem rechten Hass und der Gewalt müssen wir eine starke Gemeinschaft entgegenstellen. Nur gemeinsam sind wir stark." Der Austausch untereinander – "zwischen Kommunen, Landkreisen und Bund" komme dabei eine große Bedeutung zu. Die Mittel für das Programm "Demokratie leben!" werden 2016 um zehn Millionen auf 50,5 Millionen Euro aufgestockt.

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