Porträtfoto
Landrat Hans-Jürgen Petrauschke vor dem Neusser Hafen © M. Schiffer

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Kongress: Wie kann Wirtschaft richtig gefördert werden?

Wirtschaft |

Die Unterstützung des Mittelstandes bei der Digitalisierung, die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und die Förderung von mehr Existenzgründungen – das sind die aktuell wichtigsten Herausforderungen für die Kommunale Wirtschaftsförderung NRW, ein Zusammenschluss der kommunalen Wirtschaftsförderer aus den Städten, Kreisen und Gemeinden in NRW. Im Rahmen des jährlichen Kongresses Kommunale Wirtschaftsförderung NRW haben am 30. Juni rund 100 Wirtschaftsförderer aus ganz Nordrhein-Westfalen mit dem Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin, über die wirtschaftspolitische Ausrichtung im Land Nordrhein-Westfalen diskutiert.

Eingangs machte Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss und Vorsitzender der Kommunalen Wirtschaftsförderung NRW, die wichtigsten politischen Positionen der Kommunalen Wirtschaftsförderung NRW deutlich.

Gerade für die kommunalen Wirtschaftsförderer ist die Vergabe von Gewerbeflächen ein wichtiger Faktor zur Ansiedlung von Unternehmen. Der Entwurf des Landesentwicklungsplans traf hier auf deutliche Kritik. Die vorgesehene Flexibilisierung bei der Verfügbarkeit von Gewerbeflächen sei wesentlich zu niedrig angesetzt und führe zu einem fatalen Ergebnis: „Es kann nicht sein, dass Kommunen ansiedlungswilligen Unternehmen keine Gewerbeflächen anbieten können“, betonte Hans-Jürgen Petrauschke.

Lob und Kritik erhielt die Initiative Allianz Wirtschaft und Arbeit 4.0, bei der die vier beteiligten Landesministerien, Industrie- und Handelskammer NRW, Unternehmer NRW, der Deutsche Gewerkschaftsbund und Wissenschaftler die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im Land verbessern wollen. Der Vorstoß sei generell begrüßenswert, jedoch fehle die kommunale Ebene bei der Allianz völlig, betonte Hans-Jürgen Petrauschke.

Ebenfalls ein Thema mit großer Tragweite: Der Flüchtlingsandrang des Jahres 2015. Er berge gleichermaßen Herausforderungen bei der Integration wie Chancen. Es gebe einige Regionen in NRW, die sehr an Fachkräften interessiert seien und zudem demographisch schrumpften, sagte Hans-Jürgen Petrauschke.

Im weiteren Tagungsverlauf trug Prof. Dr. Michael ten Hompel vom Fraunhofer Institut Dortmund zum Thema Digitalisierung - Herausforderung für die kommunale Wirtschaftsförderung vor. Bei diesem Vortrag standen insbesondere die Entwicklung zur Wirtschaft 4.0 und die Handlungsmöglichkeiten für die kommunalen Wirtschaftsförderer im Mittelpunkt. Weitere Tagungsredner kamen aus den Reihen des Bundesamtes für Migration und der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Integration von Flüchtlingen sowie vom Verband VWE NRW und dem Institut für Mittelstandsforschung in Bonn zum Thema Unternehmensgründungen.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.