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Rhein-Kreis Neuss und Kreis Mikolów arbeiten weiter intensiv zusammen

Gruppenbild im Botanischen Garten mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und seinem polnischen Amtskollegen Landrat Henry Jaroszek (5.u.6.v.l. vordere Reihe), dem Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, Franz-Josef Radmacher (8.v.l. vorne), seinem Stellvertreter Walter Boestfleisch (4.v.r. vorne) und dem Ehrenvorsitzenden, Landrat a. D. Dieter Patt (3.v.r. vorne).

Partnerschaften |

Zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und dem polnischen Kreis Mikolów findet weiter ein intensiver Austausch statt. Das wurde jetzt in der gemeinsamen Sitzung der Partnerschaftskomitees beider Kreise in Mikolów deutlich. Unter der Leitung der Landräte Henryk Jaroszek und Hans-Jürgen Petrauschke besprachen die polnischen und deutschen Teilnehmer gemeinsame Projekte für 2016 und darüber hinaus. Weitergeführt werden sollen nach dem Wunsch beider Seiten der Austausch von Jugendlichen, Sportlern und der Feuerwehrjugend sowie der Schulen.

Als gesetzt gelten im kommenden Jahr der Besuch des polnischen Partnerschaftskomitees im Rhein-Kreis Neuss und das Aufstellen von zwölf zweisprachigen Literaturstelen mit Zitaten polnischer und deutscher Dichter und Denker im Botanischen Garten in Mikolów. Die Schrifttafeln auf den Stelen, für deren Konzeption und Ausführung die Kultur & Heimatfreunde Stadt Zons e.V. verantwortlich zeichnen, sind zurzeit auf dem Wallgraben in Zons zu sehen und sollen im Frühjahr nach Polen gebracht werden.

Neue Ideen, die in den kommenden Jahren aufgegriffen werden sollen, sind gegenseitige Besuche und Konzerte von Orchestern und Musikvereinen, der Austausch von Brauchtumsvereinen wie etwa der Ritter aus Zons mit Rittern aus Orzesze im Kreis Mikolów, Kontakte von Kirchengemeinden, Seniorenbegegnungen und Initiativen zur Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte.

Vor der Sitzung im Kreishaus in Mikolów hatte die Delegation aus dem Rhein-Kreis Neuss den dortigen Botanischen Garten besucht. Der Schlesische Botanische Garten entstand mit seinem zentralen Standort in Mikolów unter Nutzung der Anlagen einer ehemaligen russischen Raketenstation. Zum Renommee des 120 Hektar großen Botanischen Gartens tragen neben der Pflanzensammlung, den Schaugärten und Erfolgen beim großflächigen Biotoptransfer zahlreiche Bildungsangebote bei. Gefördert wurde die Entstehung des Botanischen Gartens mit EU-Mitteln. Außerdem ist der Schlesische Botanische Garten Mitglied im European Garden Heritage Network (EGHN), dem europäischen Gartennetzwerk, zu dem auch die Gärten von Schloss Dyck im Rhein-Kreis Neuss gehören. Parallelen bestehen vor allem auch zur ehemaligen Nato-Raketenstation auf dem Gelände des Kulturraums Hombroich in Neuss, der mit seiner Museumsinsel ebenfalls Mitglied im EGHN ist.

Weitere Programmpunkte für die Delegation aus dem Rhein-Kreis Neuss waren das International Convention Centre in Katowice und das neue Schlesische Museum auf dem Gelände einer früheren Industriebrache inmitten der Stadt.

 

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