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Kreismuseum Zons: Publikation über Stuckdecke zum Abschluss der Restaurierung

Neue Publikation über alte Decke (von links): Joachim Conrad, Tillmann Lonnes, Dr. Barbara Rinn-Kupka, Landrat Petrauschke, Anna Karina Hahn, Angelika Riemann und Dr. Norbert Kühn.

Kultur |

Die ursprünglich aus Emmerich stammende Stuckdecke von 1652 im Kreismuseum Zons ist ein herausragendes Beispiel der Stukkateurkunst. Zum Abschluss ihrer Restaurierung erschien jetzt eine Publikation, die fortan an der Kasse erhältlich ist und die Bedeutung des Kunstwerks unterstreicht. Die wissenschaftliche Forschung und die Arbeiten selbst brachten nämlich erstaunlich viele neue Erkenntnisse. Sogar einige Rätsel konnten gelöst werden, die nun dokumentiert worden sind.

Dr. Norbert Kühn, Leiter des Fachbereichs "Kultur" beim Landschaftsverband Rheinland (LVR), freute sich bei der Präsentation der Broschüre sehr, dass mit der durch die LVR-Museumsförderung maßgeblich unterstützten Restaurierung und Neuinszenierung der Stuckdecke ein Beitrag zum Erhalt des kulturellen Erbes im Rheinland geleistet werden konnte. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke dankte dem LVR für die Zuschüsse, die der Rhein-Kreis Neuss gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen qualitativ wie ästhetisch erfolgreich eingesetzt habe. Jetzt erstrahlt die eindrucksvolle Renaissancestuckarbeit wieder im "alten" Glanz, was auch Tillmann Lonnes, den Kulturdezernenten des Rhein-Kreises Neuss, sowie Museumsleiterin Angelika Riemann und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Anna Karina Hahn begeistert.

Im Jahr 2014 hatten sich nach 42 Jahren der Präsentation erste Risse in der Decke gezeigt. Staubschichten minderten den Blick auf die drei Bildfelder mit der Darstellung der Weihnachtsgeschichte. Nach der sensiblen Restaurierung der Kölner Expertin Karen Keller und durch die fundierte wissenschaftliche Begleitung durch die Bauforscherin und Stuckspezialistin Dr. Barbara Rinn-Kupka sind nun alle Ergebnisse und Erkenntnisse umfangreich dokumentiert worden.

Eine besondere Herausforderung nach den eigentlichen Arbeiten war die Frage nach einer adäquaten Beleuchtung der Decke. Gemeinsam mit Dr. Jolanta Rusinowska-Trojca vom LVR-Amt für Denkmalpflege wurde auch dafür eine überzeugende Lösung gefunden: Architekt Joachim Conrad setzte die gemeinsam gefundenen Ergebnisse mit großem Einfühlungsvermögen um. Die Besucherinnen und Besucher des Kreismuseums nehmen die Decke jetzt vielfach zum ersten Mal wahr. Über ein Tablet erfahren sie etwas über ihre Historie und die Restaurierung des Werks. Ein Sessel, eigens von Conrad entworfen, erlaubt es darüber hinaus, die Schönheit und die künstlerische Qualität der Deckenreliefs in Ruhe zu betrachten.

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