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Kein Abschluss ohne Anschluss: Jugendliche mit Neustart in der Produktionsschule

Produktionsschule eröffnet (von links): Beate Hendges, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Thomas Nickel, Susanne Benary-Höck, Claudia Trampen und Michael Stork

Schule |

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßte jetzt 36 Jugendliche aus dem Rhein-Kreis Neuss, für die die einjährige Produktionsschule.NRW begonnen hat. Dabei handelt es sich um ein Angebot des Landesministeriums für Arbeit, Integration und Soziales im Rahmen der Initiative "Kein Abschluss ohne Anschluss", das den jungen Menschen in diesem Schuljahr durch die Mitfinanzierung des Rhein-Kreises Neuss unterbreitet werden kann.

Die Produktionsschule ersetzt das Werkstattjahr, das seit 2005 stark nachgefragt wurde und letztmals im Schuljahr 2014/15 umgesetzt werden konnte. Bei der Produktionsschule arbeiten die Jugendlichen wie in einem Betrieb unter realen Bedingungen. Fachlich können sie zwischen den Werkstätten des Kolping-Bildungswerks oder des Berufsförderungszentrums Schlicherum sowie zwischen den Bereichen "Lager und Handel", "Farbe und Raumgestaltung", "Friseur und Kosmetik" sowie "Holzbearbeitung" wählen. Parallel erlernen sie wichtiges Hintergrundwissen. Für diesen theoretischen Teil besuchen sie das Berufsbildungszentrum des Kreises in Grevenbroich.

Der Rhein-Kreis Neuss engagiert sich bereits seit langem in der Jugendarbeit und Jugendhilfe, und das insbesondere vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels in einigen Branchen und der demografischen Entwicklung. "Bildung und Ausbildung sowie handwerkliches Können sind die wichtigsten Grundlagen, die wir jungen Menschen für ihr weiteres Leben mitgeben können. Bildungschancen sind daher immer auch Lebenschancen", so Landrat Petrauschke bei der Begrüßung der Teilnehmer, zu der auch der Neusser Vize-Bürgermeister Thomas Nickel und Susanne Benary-Höck, die Vorsitzende des städtischen Jugendhilfeausschusses, gekommen waren.

Im landesweiten Vergleich ist die Jugendarbeitslosigkeit im Rhein-Kreis Neuss mit 2,8 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent) niedrig. "Wir müssen eben gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, jeden arbeitswilligen Jugendlichen zu fördern und zu unterstützen und dabei keinen zurückzulassen", sagte Petrauschke. Zu seinen Zuhörern gehörten auch Beate Hendges vom Kolping-Bildungswerk, Michael Stork vom Berufsförderungszentrum Schlicherum und Claudia Trampen von der Kommunalen Koordinierung im Rhein-Kreis Neuss.

Jobbörsen, Berufsinformationstage und Praktika, die der Rhein-Kreis Neuss initiiert, sind gute Möglichkeiten, verschiedene Berufsbilder kennen zu lernen und den durch die Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" begleiteten Einstieg in die Berufswelt zu finden. Weitere Informationen bei Claudia Trampen.

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