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Neue Geschäftsstelle in Grevenbroich: Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle in den Rhein-Kreis Neuss gewechselt

Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky, Robert Deller, Alois Herbst, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der Landtagsabgeordnete Rainer Thiel (v.l.) in der neuen Geschäftsstelle in Grevenbroich

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Nach fünf Jahren ist die Geschäftsstelle der Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle NRW von der Bezirksregierung Köln zum Rhein-Kreis Neuss gewechselt. Der Braunkohlenausschuss bei der Bezirksregierung Köln hat Herrn Oberstaatsanwalt a.D. Robert Deller zum Vorsitzenden der Anrufungsstelle bestellt.

Gemeinsam stellten Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, und Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreis Neuss, im Beisein von Vertretern der beteiligten Interessenverbände die neue Geschäftsstelle in Räumen des Rhein-Kreises Neuss in Grevenbroich und den neuen Vorsitzenden der Anrufungsstelle vor. Die Kosten für die Geschäftsstelle trägt das Bergbauunternehmen RWE, das mit Alois Herbst vertreten war und mit dem der Rhein-Kreis Neuss eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnete.

Wie der Staatssekretär betonte, ist die Anrufungsstelle Bergschaden Braunkohle mit dem neuen Sitz in Grevenbroich künftig noch näher bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die im Umfeld der Tagebaue von Bergschäden betroffen sein könnten. "Das ist sprichwörtlich ein Schritt in die richtige Richtung und wird einen wichtigen Beitrag zu einem fairen Interessenausgleich zwischen Beteiligten leisten", so Horzetzky. Der Rhein-Kreis Neuss, sagte Landrat Petrauschke, habe dafür gerne geeignete Räume mit Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt, um die wichtige Arbeit der Schlichtungsstelle zu unterstützen. Vor allem die Lage der Stadt im Rheinischen Revier habe für den Standort Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss gesprochen.

Die Anrufungsstelle Bergschäden steht den Bürgern im Rheinischen Revier seit dem 1. September 2010 zur Beratung in Bergschadensfragen zur Verfügung. Wie der neue Vorsitzende Deller betonte, seien für ihn Transparenz und Neutralität zentrale Punkte für die weiterhin gute Arbeit der Schlichtungsstelle, die seit ihrem Bestehen rund 160 Verfahren begleitet hat - rund 30 Prozent davon für die Antragsteller mit positivem Ergebnis.

Die unabhängige Anrufungsstelle soll helfen, eine mit Kostenrisiken verbundene gerichtliche Auseinandersetzung zur Klärung etwaiger Ersatzansprüche zu vermeiden und im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens eine Einigung zu erreichen. So können sich Bergschadensbetroffene an die Anrufungsstelle wenden, wenn Einigungsversuche mit RWE Power aus ihrer Sicht nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben. Das Verfahren ist für die Antragsteller kostenfrei.

Anschrift

Geschäftsstelle Anrufungsstelle Bergschaden
Schlossstraße 20, 41515 Grevenbroich

Kontakt

Telefon: 02181/601-9000 bis -9005
E-Mail: info@anrufungsstelle.de
Internet: www.anrufungsstelle.de

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