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"Neusser Weg": Zuschüsse für Eingliederung junger Menschen ins Erwerbsleben

Der Rhein-Kreis unterstützt den "Neusser Weg" (von links): Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Wolfgang Nyssen, Bülent Öztas und Kreisdirektor Dirk Brügge

Bildung |

Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt den "Neusser Weg", ein Angebot zur nachhaltigen, qualifizierten Eingliederung von jungen Menschen ins Erwerbsleben. Sein Zuschuss beträgt insgesamt fast 190.000 Euro, die an das Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, die Beschäftigungsförderungsgesell­schaft Rhein-Kreis Neuss, die Berufshilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die Berufsförderungs­gesellschaft Schlicherum gehen. Neben dem Rhein-Kreis Neuss beteiligt sich das Jobcenter finanziell an der Initiative.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge übergaben die Zuwendungsbescheide jetzt an Bülent Öztas, Geschäftsführer des AWO-Ortsvereins Neuss, und Wolfgang Nyssen, Geschäftsführer des Bildungszentrums der Kreishandwerkerschaft. "Jugendliche, die bisher nur wenige Chancen hatten, einen beruflichen Abschluss zu erreichen, werden in Zukunft zur Deckung des Bedarfs an Fachkräften gebraucht. Dazu ist aber eine individuelle Unterstützung nötig, da die Betriebe die Qualifizierung dieser Menschen allein nicht übernehmen können", begründete Petrauschke die finanzielle Hilfe des Rhein-Kreises Neuss.

Ausgehend von den positiven Erfahrungen des Projekts "Dormagener Weg" hat das Jobcenter Rhein-Kreis Neuss zum 1. August 2014 mit dem Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft, dem Technologiezentrum Glehn, dem Berufsförderungszentrum Schlicherum und der Berufshilfe der AWO ein vergleichbares Vorhaben in der Stadt Neuss gestartet. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen unter 25 Jahren, die Unterstützung bei der nachhaltigen Eingliederung benötigen, SGB-II-Leistungen erhalten und aus Neuss, Meerbusch, Kaarst oder Korschenbroich kommen. Mit den Zuschüssen des Rhein-Kreises Neuss und des Jobcenters kann das Projekt jetzt fortgesetzt werden. "Wir möchten Jugendliche nicht in SGB II verharren lassen, sondern ihnen eine Lebensperspektive eröffnen", so Kreisdirektor Brügge.

Die Zuweisung der bis zu 125 Teilnehmer erfolgt beim Bildungszentrum der Kreishandwerkerschaft. Dort werden sie nach einem kurzen "Profiling" fünf sogenannten Berufscoaches zugeordnet, die im sozialpädagogischen Bereich je nach Bedarf individuell mit ihnen arbeiten. Die Zuordnung zu den Fachbereichen erfolgt nach Interesse und Eignung der Jugendlichen. In den Einrichtungen und Werkstätten werden ihnen durch erfahrene Anleiter "weiche" Faktoren wie Motivation, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Arbeitsbereitschaft vermittelt. Die Teilnehmer lernen außerdem mindestens drei Berufsfelder kennen. Der Trägerverbund verfügt über jahrelange gemeinsame Erfahrungen in der Abwicklung von Arbeitsmarktprojekten.

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