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Petrauschke und Kwasny: "Flüchtlingen als Menschen begegnen"

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (2.v.l.) und Bürgermeisterin Ursula Kwasny (r.) im Gespräch mit Mitarbeiterinnen des Kreisgesundheitsamtes, die zusammen mit niedergelassenen Ärzten die Erstversorgung der Flüchtlinge in der Notunterkunft übernehmen

Flüchtlingshilfe |

Bei einem Besuch der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Alten Feuerwache verurteilten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeisterin Ursula Kwasny die Störversuche von fünf Vertretern der rechten Szene bei der Ankunft von 85 Flüchtlingen am Mittwoch in Grevenbroich.

"Welche Notlagen es auch sind, die Menschen bewegen, ihre Heimat zu verlassen, für Fremdenfeindlichkeit ist bei uns kein Platz", sind sich die Spitzenvertreter einig. Beide forderten erneut das Land auf, die mit dem Bund getroffenen Absprachen zur Beschleunigung von Asylverfahren und den raschen Ausbau von Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes zu beschleunigen. Bund und Land müssten darüber hinaus vermehrt auch eigene Liegenschaften, wie zum Beispiel Kasernen und leerstehende Finanzämter, für Notunterkünfte bereitstellen. Petrauschke und Kwasny lobten den Einsatz der Hilfsorganisationen und Ehrenamtler, die in Rekordzeit die Notunterkünfte für 150 Flüchtlinge auf Verlangen des Landes hergerichtet haben. Beide hoffen, dass die jetzige Notunterkunft, wie vom Land angekündigt, nur drei Wochen in Anspruch genommen wird. Aber eine Garantie gibt es dafür nicht.

Derweil muss sich nun auch die dritte Stadt im Rhein-Kreis Neuss darauf vorbereiten, eine Notunterkunft einzurichten. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat der Stadt Meerbusch mitgeteilt, dass bis kommenden Montag die Unterkunft und Versorgung von 150 Flüchtlingen zu organisieren ist.

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