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Kreis unterstützt Städte bei Notunterbringung von Flüchtlingen

Zu einem ersten Koordinierungsgespräch lud Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Hilfsorganisationen in Grevenbroicher Kreishaus

Flüchtlingshilfe |

Immer mehr Menschen suchen Hilfe und Schutz in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen treffen aktuell wöchentlich mehr als 5.000 asylsuchende Menschen ein. Weil für diese Anzahl  kein Platz in den regulären Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes besteht, werden die Menschen im Rahmen der Amtshilfe vom Land auf verschiedene Kommunen verteilt. Mit nur wenigen Stunden Vorlauf teilte die Bezirksregierung Düsseldorf Anfang der Woche den kreisangehörigen Städten Dormagen und Grevenbroich mit, dass sie zur Entlastung der Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes ad hoc jeweils 150 Menschen in Notunterkünften vorübergehend unterbringen und versorgen müssen. Die Maßnahmen sind zunächst für drei Wochen geplant, die Kosten will das Land übernehmen.

Die Kreisverwaltung wurde vom Land gebeten, die beiden betroffenen Städte zu unterstützen. Hierzu hat Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eine Arbeitsgruppe eingerichtet und Kreisdirektor Dirk Brügge zum Koordinator bestellt. Petrauschke hob die gute Zusammenarbeit zwischen den Städten, der Kreisverwaltung und allen beteiligten Hilfsorganisationen hervor: "Nur dank dieser enormen Kraftanstrengungen auf allen Seiten ist es möglich, den Flüchtlingen innerhalb von so kurzer Zeit ein Dach über den Kopf zu bieten." Er dankte auch den vielen Bürgern, die sich mit Sachspenden und in der Betreuung von Flüchtlingen engagieren.

Gleichzeitig forderte er das Land auf, die mit dem Bund getroffenen Absprachen zur Beschleunigung von Asylverfahren und den raschen Ausbau von Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes zügig umzusetzen.

Bei einem kurzfristig anberaumten Treffen im Grevenbroicher Kreishaus dankte Petrauschke den Hilfsorganisationen für ihre rasche und unkonventionelle Hilfe beim Aufbau der Notunterkünfte. Einen ersten Erfahrungsbericht zu Problemstellungen und Planungen in Dormagen lieferte Bürgermeister Erik Lierenfeld dem Teilnehmerkreis. Währenddessen laufen die Vorbereitungen in Kreisverwaltung und Einrichtungen weiter auf Hochtouren. Für die medizinische Erstversorgung und Impfungen der Flüchtlinge sorgt zunächst das Kreisgesundheitsamt in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Die Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich haben Vorbereitungen getroffen, um die vorgeschriebenen Röntgenuntersuchungen vorzunehmen. Das Amt für Sicherheit und Ordnung und das Sozialamt des Kreises unterstützen die Städte und Hilfsorganisationen bei der Planung und Durchführung der Hilfsmaßnahmen.

"Trotz der großen Herausforderungen und des immensem Zeitdrucks ist festzustellen, dass alle Beteiligten einen guten Job gemacht haben", so Kreisdirektor Brügge nach dem Gespräch. Bereits kommenden Freitag soll ein weiteres Koordinierungsgespräch  mit den Bürgermeistern der acht kreisangehörigen Städte und Gemeinden stattfinden.

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