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"Helfende Hände": Bundeswehr unterstützt Rhein-Kreis Neuss bei Flüchtlingsaufnahme

Unterstützung durch die Bundeswehr in der Flüchtlingsunterkunft

Flüchtlingshilfe |

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden als eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe bezeichnet. „Für uns in der Bundeswehr ist es selbstverständlich, dabei zu helfen, wo immer wir können“, so die Politikerin. Auch im Rhein-Kreis Neuss wird das jetzt deutlich: Die ersten Soldatinnen und Soldaten packten in der Notunterkunft im Berufsbildungszentrum in Grevenbroich bereits kräftig mit an. „Jede helfende Hand wird gebraucht, um den ankommenden Flüchtlingen Schutz und Hilfe zu gewähren, und wir sind sehr dankbar dafür“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge, der die Flüchtlingshilfe koordiniert.

Die Bundeswehr war jedenfalls schnell zur Stelle, als der Krisenstab des Rhein-Kreises Neuss beim Kreisverbindungskommando Hilfeleistungen im Rahmen der sogenannten zivil-militärischen Zusammenarbeit im Inland anforderte. Schon ein Tag später kam das grüne Licht aus dem nordrhein-westfälischen Landeskommando in Düsseldorf. Drei weitere Tage dauerte es, bis zunächst zehn Soldatinnen und Soldaten der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums in Porz/Wahn in Grevenbroich eintrafen und die Bundeswehr-Aktion „Helfende Hände“ im Rhein-Kreis Neuss mit Leben füllten.

"Sie haben Flüchtlinge registriert und dabei die ehrenamtlichen Helfer des Technischen Hilfswerks abgelöst, die nach ihrem wochenlangen Einsatz nach der beruflichen Arbeit am Ende ihrer Kräfte waren“, berichtet Lothar Peschges, Oberstleutnant der Reserve, der die Einsätze koordiniert. Anfang der Woche kamen dann 14 Mitglieder des Jagdbombergeschwaders 31 der Luftwaffe in Nörvenich, um bei der Ankunft neuer Flüchtlinge in Grevenbroich zu helfen.

Bundesweit stehen derzeit einige tausend Bundeswehr-Angehörige als "helfende Hände" bereit. Außerdem machte die Bundeswehr bisher in rund 70 Kasernen und Standortübungsplätzen Platz für ungefähr 30 000 Flüchtlinge. Neben Zelten, Betten und mobilen Röntgengeräten stellt sie auch Verpflegung zur Verfügung. Darüber hinaus hat sie zahlreiche Sanitäter entsandt.

Zur Entlastung seiner Städte und Gemeinden koordiniert der Rhein-Kreis Neuss die kommunale Erstaufnahme von Flüchtlingen im Berufsbildungszentrum in Grevenbroich. In der Notunterkunft mit 300 Plätzen finden die Ersterfassungen und im benachbarten Kreiskrankenhaus die Röntgen-Untersuchungen statt. Meist werden die Flüchtlinge nach wenigen Tagen in die Städte und Kommunen weitergeleitet.

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