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Kommunale Neugliederung legte vor 40 Jahren Grundstein für Erfolgsgeschichte

Vor 40 Jahren wurde der Rhein-Kreis Neuss in seinen heutigen Grenzen gebildet: (von links nach rechts) Dr. Stephen Schröder, Hans-Josef Radmacher, Dr. Peter Dohms, Prof. Dr. Sabine Mecking, Hans-Jürgen Petrauschke, Dr. Gert Ammermann.

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Die kommunale Neugliederung im Land Nordrhein-Westfalen von 1975 und das damit verbundene 40-jährige Bestehen des Rhein-Kreises Neuss waren Themen eines historischen Vortragabends. Der Kreisheimatbund und das Archiv im Rhein-Kreis Neuss hatten für die Veranstaltung im Grevenbroicher Kreissitzungssaal drei Referenten gewinnen können. Den 50 Zuhörern wurde unter dem Titel "In neuen Grenzen" unterschiedliche Aspekte der vor vier Jahrzehnten per Landesgesetz umgesetzten Gebiets- und Kommunalreform detailreich vorgestellt.

Prof. Dr. Sabine Mecking von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Duisburg sprach über "Neue Städte und Kreise braucht das Land? Die Entstehung des Kreises Neuss 1975". Der seit Jahrzehnten in der Kreispolitik aktive Dormagener Kreistagsabgeordnete und ehemalige Kreisdirektor Dr. Gert Ammermann wendete sich der Umsetzung der Gebietsreform im Raum Dormagen zu, und der Historiker und ehemalige Staatsarchivdirektor Dr. Peter Dohms referierte über den gemeinsamen Kampf von Bürgerinitiativen und Politik zum Erhalt der Stadt Meerbusch.

Vor dem Hintergrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums der Nachkriegszeit und der gestiegenen Ansprüchen an großräumige Kommunalplanung erwiesen sich die größtenteils noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gemeindegrenzen im Nordrhein-Westfälischen Ballungsgebiet als nicht mehr zeitgemäß. Der Gesetzgeber legte deshalb zum 1. Januar 1975 die über dreißig selbstständigen Gemeinden, Ämter und Städte des Kreises Grevenbroich und die bis dahin kreisfreie Stadt Neuss zu acht großflächigen und leistungsfähigen Einheiten zusammen. Die Grenzen definierten den Kreis fortan nach innen und außen - bestehen bis heute fort.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eröffnete den Vortragsabend, die Moderation übernahm Kreisarchivar Dr. Stephen Schröder. Der Präsident des Kreisheimatbundes, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Meerbuscher Bürgermeister, Franz-Josef Radmacher lobte die kommunale Neugliederung von 1975 als Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte des Rhein-Kreises Neuss. "Niemand wolle ernsthaft das Rad wieder zurückdrehen", so Radmacher.

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