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Sicheres Fleisch: Labor des Veterinäramts kann weiter Tiere auf Trichinen untersuchen

Erfolgreicher Ringversuch in Sachen Trichinen: Kreisveterinärrat Dr. Simon Eimer im Labor des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts.

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Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss kann sein Labor für die Untersuchung von Haus- und Wildtieren auf Trichinen weiter bereitstellen. Ein sogenannter Ringversuch des bundesweit agierenden Staatlichen Untersuchungsamts in Aulendorf/Baden-Württemberg wurde jetzt erfolgreich absolviert und die vorliegende Zulassung auch für das kommende Jahr bestätigt.

Beim Ringversuch wurden von den amtlichen Tierärzten und den Fleischkontrolleuren in Grevenbroich unter Aufsicht von Kreisveterinärrat Dr. Simon Eimer insgesamt sechs Proben mit korrektem Ergebnis untersucht. Diese waren vorher jeweils mit einer abgezählten Menge an Trichinen beimpft oder unbehandelt von Aulendorf ins Rheinland versendet worden. Hintergrund: Nicht nur Haus- und Wildschweine unterliegen einer Untersuchungspflicht und werden lückenlos kontrolliert. Auch andere Tierarten, deren Fleisch zum Verzehr bestimmt ist und die den parasitär lebenden Würmern als Zwischenwirt dienen können, müssen nach geltendem Recht untersucht werden.

Bei den alltäglichen Routineuntersuchungen im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt werden insbesondere Fleischproben von allen im Rhein-Kreis Neuss geschlachteten oder erlegten Haus- und Wildschweinen, Schlachtpferden und vereinzelt Dachsen oder Nutria kontrolliert. Dabei ist allein der qualitative Nachweis ausschlaggebend, das heißt ob die Probe Trichinen enthält oder nicht. Im Jahr 2014 wurden 5916 geschlachtete Hausschweine, 77 geschlachtete Pferde und 387 erlegte Wildschweine auf Trichinen untersucht.

"Durch den erfolgreichen Abschluss des Ringversuchs kann das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss sowohl den im Kreis ansässigen Schlachtbetrieben als auch den hier wohnhaften Jägern die Untersuchung auf Trichinen bei geschlachteten Tieren und erlegtem Wild weiterhin auf dem bewiesenermaßen hohen Qualitätsniveau ortsnah anbieten", so Eimer. Die nächstgelegene Untersuchungseinrichtung befindet sich rund 40 Kilometer entfernt.

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