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TZG und bfg: Rhein-Kreis-Neuss-Töchter mit Wechsel auf der Führungsebene

An der Spitze von TZG und bfg (von links): Benjamin Josephs, Ingolf Graul, Wolfgang Wappenschmidt und Norbert Kothen vor dem Technologiezentrum in Glehn

Wirtschaft |

Neu aufgestellt haben sich die Technologiezentrum Glehn (TZG) GmbH und die gemeinnützige Beschäftigungsförderungsgesellschaft (bfg), beides 100-prozentige Töchter des Rhein-Kreises Neuss. Neuer Vorsitzender des Verwaltungsrats ist jetzt der Kreistagsabgeordnete Wolfgang Wappenschmidt aus Korschenbroich. Er trat die Nachfolge von Dr. Christian Will aus Kaarst an. Neben dem bisherigen Geschäftsführer Norbert Kothen ergänzen nun Kämmerer Ingolf Graul (für das TZG) und Benjamin Josephs von der Kreiswirtschaftsförderung (für die bfg) das Führungsteam beider Gesellschaften.

Anlass für die Wechsel auf der Führungsebene war das Ausscheiden von Jürgen Steinmetz, der als Landratsvertreter gemeinsam mit Kothen Geschäftsführer beider Gesellschaften war. Steinmetz wechselte als Hauptgeschäftsführer zur Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. In seiner Abschiedsrede ließ Wappenschmidt die vergangenen Jahre von TZG und bfg Revue passieren und erinnerte an die erfolgreichen Aktivitäten beider Rhein-Kreis-Neuss-Töchter.

Neben zahlreichen Fortbildungsmaßnahmen auch und gerade für Berufsrückkehrerinnen mit einer überdurchschnittlich hohen Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt nannte der neue Verwaltungsratschef die führende Rolle in der Trägergemeinschaft des Kreises für die Arbeitsgelegenheiten ("Ein-Euro-Jobs"), wo bis zu 1.200 langzeitarbeitslose Menschen rund eine Million gemeinnützige Arbeitsstunden geleistet haben.

Nicht in Vergessenheit gerieten die Gründung des Business Centers an der Königstraße in Neuss mit dem Angebot von Büro- und Seminarräumen für Existenzgründer, Modellprojekte im Rahmen öffentlich geförderter Beschäftigung im Gesundheitsbereich und im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen sowie die Projektkoordination für die Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT). Dabei koordiniert das TZG in Zusammenarbeit mit allen Kommunen und den beteiligten Schulen und Institutionen die Arbeit von 33 Schulsozialarbeitern im Rahmen des BuT im gesamten Kreisgebiet.

Seit kurzen ist das TZG auch anerkannte Beratungsstelle für den Bildungsscheck und für die Beratung in der beruflichen Entwicklung (BBE). Beide individuellen Arbeitsmarktinstrumente werden aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Der Bildungsscheck unterstützt weiterbildungswillige Arbeitnehmer und Betriebe finanziell, die BBE berät Personen in beruflichen Veränderungsprozessen. Auch die "Blitzbewerbung24" als internetgestützte Bewerbungsplattform und das "Patenmodell" im Rhein-Kreis Neuss, von beiden Gesellschaften in eigener Regie entwickelte innovative Arbeitsmarktinstrumente, bleiben im Fokus von Geschäftsführung und Verwaltungsrat.

Norbert Kothen und die neue Geschäftsführung richten den Blick optimistisch in die Zukunft. So prüft man zur Zeit, wie und in welchem Umfang sich beide Gesellschaften an weiteren ESF-geförderten Projekten und an der neuen Initiative des Bundesarbeitsministeriums zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit unter der Überschrift "Chancen eröffnen - soziale Teilhabe sichern" beteiligen können.

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