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Gisela Dornbusch aus Dormagen bekam das Bundesverdienstkreuz am Bande

Erster stellvertretender Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose überreichte Gisela Dornbusch aus Dormagen im Kreishaus Grevenbroich das Verdienstkreuz am Bande

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Jahrzehntelanger Einsatz für die Integration von Migrantinnen und Migranten hat im Kreishaus Grevenbroich seine Würdigung erfahren: Gisela Dornbusch aus Dormagen bekam vom Ersten stellvertretenden Landrat Dr. Hans-Ulrich Klose das Bundes­verdienstkreuz am Bande überreicht. Sie gehörte in den 1990er Jahren zu den ersten Aktiven des ökumenischen Arbeitskreises "Asyl" in ihrer Heimatstadt, der sich um Probleme von Asylsuchenden kümmert, sie zu Behörden begleitet oder Arztbesuche organisiert.

Im Lauf der Zeit fiel Gisela Dornbusch zunehmend auf, dass besonders die ausländischen Mädchen Probleme haben, außerhalb ihrer Familien Kontakt mit Gleichaltrigen aufzubauen. 2002 gründete sie deshalb eine multikulturelle Gruppe mit weiblichen Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren. Viele Mädchen sind tamilischer Herkunft oder stammen aus Eritrea, Mazedonien, Sri Lanka, Indien, dem Kosovo oder aus der Türkei. Anfangs traf sich die Gruppe einmal pro Woche, um über Schule und Ausbildung, Elternhaus und Freizeit zu reden, um zu tanzen, zu malen oder zu spielen. Auch Ausflüge standen auf dem Kalender. Dann kam die Hausaufgaben-Betreuung hinzu.

Die Bildung ist der neuen Bundesverdienstkreuz-Trägerin nämlich besonders wichtig. Drei afghanische Jugendliche und ein türkisches Mädchen aus ihrer Gruppe haben inzwischen das Abitur bestanden, worauf sie außerordentlich stolz ist. Bekannt geworden ist Gisela Dornbusch auch durch die von ihr ins Leben gerufene Tanzgruppe "Tamile Little Stars", in der tamilische Kinder die Traditionen ihrer Heimat pflegen. Bei vielen Veranstaltungen wie dem Horremer Markt, dem Integrationsfest, bei Frühlingsfesten oder beim "Fest der Generationen" treten sie oftmals in prächtigen Trachten auf.

"Ihr Engagement ist ein Musterbeispiel für eine praktische, gelungene Integration, bei der heimatliche Traditionen gepflegt werden, die deutsche Sprache vermittelt wird, Schulabschlüsse gelingen und Freundschaften über nationale Grenzen hinweg geschlossen werden", lobte Klose Dornbuschs Engagement in seiner Laudatio. Sie sei vielen Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt worden seien, Halt und Hoffnung geworden. Bereits im Jahr 2013 erhielt Gisela Dornbusch bei der Verleihung des Integrationspreises des Rhein-Kreises Neuss eine Urkunde als Anerkennung für ihr Projekt "Multikulturelle Mädchengruppe".

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