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Kreiskritik an geplanter Energieabgabe des Bundeswirtschaftministers: Unterstützung aus Wirtschaft und Region für Position von Landrat Petrauschke

Das BoA Kraftwerk in Grevenbroich Neurath verfügt über modernste Braunkohlekraftwerkstechnik in der Welt

Energie |

Als "Angriff auf die Energiewirtschaft und die gesamte Wirtschaft in Kreis und Land" hatte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in einer ersten Stellungnahme die neu geplante Energieabgabe von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bezeichnet. Außerdem hat der Kreistag unter seinem Vorsitz eine Resolution verabschiedet, aus der hervorgeht, dass trotz des weiteren Ausbaus der regenerativen Energien die Braunkohle hier noch über Jahrzehnte als unverzichtbar erachtet wird.

Weitere Unterstützung für seine Energie-Position bekam Petrauschke jetzt von RWE. In einem Schreiben erklären Matthias Hartung, Vortandsvorsitzender RWE Power AG, Dr. Lars Kulik, Leiter Braunkohleplanung, und Dr. Armin Eichholz, Leiter Sparte Braunkohlekraftwerke, Ihren Dank für die breite Unterstützung des Rhein-Kreises Neuss, die auch durch den klaren Beschluss des Kreistags zum Ausdruck komme. "Den Zielen der Kreisresolution schließen wir uns voll an", heißt es.

Auch fünf seiner Landrat-Kollegen in der energieerzeugenden Region beziehen gemeinsam mit Petrauschke Stellung. Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Städteregion Aachen), Landrat Wolfgang Spelthahn (Kreis Düren), Landrat Stephan Pusch (Kreis Heinsberg), Landrat Michael Kreuzberg (Rhein-Erft-Kreis) und Landrat Peter Ottmann (Kreis Viersen) beurteilen wie Petrauschke die Einführung einer neuen Abgabe als einseitige Benachteiligung der Braunkohle und kritisieren, dass andere Möglichkeiten zur CO2-Einsparung nicht ernsthaft geprüft werden.

Bei dem sogenannten nationalen Klimabeitrag handele es sich in Wirklichkeit um ein nationales Kohle-Abschaltprogramm, das Tausende Arbeitsplätze und die Sicherheit der Energieversorgung gefährde, so die gemeinsame Auffassung aller Landräte. Die Energiewirtschaft und die energieintensiven Unternehmen brauchten vielmehr dringend Planungssicherheit über das Jahr 2030 hinaus.

Die Landräte unterstreichen: "Wir plädieren für eine sichere, ausgewogene und bezahlbare Energieversorgung, die Braunkohle als Brückentechnologie einschließt. Neben dem Klimaschutz muss die Versorgungssicherheit gewährleistet sein. Dies ist allein mit erneuerbaren Energien nicht zu schaffen."

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