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Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (3.v.r.), Moderatorin Ruth Wiedner und Organisator Günter Kopp (1.v.l.) mit dem Expertenteam des Herzseminars um Prof. Michael Haude (2.v.r.)

Gesundheit |

Unter der Überschrift "Aus dem Takt" waren diesmal Herzrhythmus­störungen das Thema der schon traditionellen Informations­veranstaltung, zu der die Deutsche Herzstiftung in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Rhein-Kreises Neuss ins Kreishaus Grevenbroich einlädt. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Michael Haude, Chef-Kardiologe am Lukaskrankenhaus Neuss, informierten Experten über unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Ein Angebot, das rund 150 Besucher nutzten.

Vor dem Hintergrund, dass rund 1600 Menschen aus dem Rhein-Kreis Neuss inzwischen pro Jahr wegen Rhythmusstörung der Herzvorhöfe in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen, dankte Landrat Petrauschke den Veranstaltungspartnern für ihr besonderes Engagement in der Gesundheitsvorsorge.

Dr. Hubertus Degen, Oberarzt am Lukaskrankenhaus Neuss, machte deutlich, dass den jährlich rund 100.000 herzbedingten Todesfällen in Deutschland zu 55 Prozent Rhythmusstörungen zugrunde liegen. Der niedergelassene Herzspezialist Dr. Rainer Budde ging auf die medikamentöse Beeinflussung von Herzerkrankungen ein. Herzschrittmacher, so erfuhren die Veranstaltungsteilnehmer, werden bei einer Vielzahl von langsamen Rhythmusstörungen eingesetzt. Über die Möglichkeiten einer Verödung von Herzmuskelgewebe als Therapie-Verfahren sprach Dr. Dennis Rottländer, Facharzt am Lukakrankenhaus. Die Notwendigkeit einer schnellen Behandlung im Notfall unterstrich Dr. Carlos Correia de Freitas, Oberarzt am Lukaskrankenhaus: "Jede Minute Verzögerung bei einem Herzstillstand reduziert die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10 Prozent."

Der Herzstiftungsbeauftragte Günter Kopp hatte die Veranstaltung in Grevenbroich, die von RP-Redakteurin Ruth Wiedner moderiert wurde, organisiert.

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