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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke unterstützt die Städte und Gemeinden, die ihre Wünsche an den künftigen Regionalplan geäußert haben. © M. Schiffer | Volle Größe

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Regionalplan: Landrat Petrauschke unterstützt Anliegen der Kommunen

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Rhein-Kreis Neuss. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke hat den Städten und Gemeinden zugesichert, ihre Anliegen bei der Erstellung des neuen Regionalplans in den weiteren Beratungen zu unterstützen. "Der künftige Regionalplan wird das Leben der Menschen vielerorts für Jahrzehnte prägen. Das tangiert uns alle", so Petrauschke nach der Kreistagssitzung, in der es um eine entsprechende Stellungnahme des Rhein-Kreises Neuss ging. Dem Entwurf mit eingearbeiteten Änderungen stimmten CDU, SPD, FDP, AfD, Zentrum und zwei Abgeordnete der UWG zu. Der Rest der Kommunalpolitiker hat sich enthalten.

"Der Planungsprozess ist sehr komplex. Die eine Kommune wünscht mehr Bauland für Wohnraum, die andere mehr Gewerbegebiete, und die dritte möchte die Windräder an einer anderen Stelle sehen", erklärt der Landrat, der auch Vorsitzender des Regionalrats Düsseldorf ist. "Hier alle Interessen über die Stadtgrenzen hinweg unter einen Hut zu bekommen, ist ein schwieriges Unterfangen, dem wir uns aber gern stellen", sagt Petrauschke.

In seiner Stellungnahme bekräftigt der Rhein-Kreis Neuss sein gemeinsam mit der Landeshauptstadt und dem Kreis Mettmann gefasstes Ziel, den künftigen, nicht in den Grenzen Düsseldorfs zu deckenden Wohnungsneubaubedarf auf besonders geeignete Standorte in der Region zu lenken. Allerdings müssten auch die sogenannten Überschwappeffekte aus dem Kölner Raum in den südlichen Teil des Rhein-Kreises Neuss angemessen berücksichtigt werden, insbesondere auch in Grevenbroich und Dormagen.

Der besonderen Attraktivität des Kreises als Wirtschaftsstandort wird nach Ansicht der Politiker erfreulicherweise mit der Neudarstellung gewerblicher und industrieller Bereiche für großflächige Betriebe und Logistikunternehmen Rechnung getragen. In den Zielkatalog des Regionalplans solle aber auch die Sicherung eines landesbedeutsamen Standorts für flächenintensive Großvorhaben bei Neurath aufgenommen werden.

Die Darstellung der neuen Anschlussstelle der Autobahn 57 bei Delrath als "Sonstige regionalplanerisch bedeutsame Straße" wird durchweg begrüßt. Bedenken gibt es dagegen aus Artenschutzgründen gegen die im Planentwurf ausgewiesenen Windenergiezonen am Knechtstedener Wald, nördlich von Kaarst sowie im Bereich der Königshovener Höhe.

Der Regionalplan legt unter anderem fest, in welchem Umfang die Kommunen in Zukunft neue Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete ausweisen können und wo diese Standorte liegen. Auch wichtige Aussagen über Hafen- und Kraftwerksstandorte sowie über Abbaustätten für Kies oder Sand werden in dem Konzept getroffen. Der Regionalplan wird fortgeschrieben, um die aktuellen ökonomischen, sozialen und ökologischen Daten berücksichtigen und die Ziele und Strategien aller Beteiligten formulieren zu können. Zahlreiche Fachleute haben die Entwicklung im Rhein-Kreis Neuss, in den Kreisen Kleve, Mettmann und Viersen sowie in den Städten Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Remscheid, Solingen und Wuppertal intensiv erörtert.

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