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Kreis und Sparkasse präsentierten Gründach­potenzial­kataster auf der Smart Energy Messe: "Dächer haben grünes Potenzial"

Stellten das Gründachpotenzialkataster vor: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.) und Sparkassen-Kommunikationsdirektor Stephan Meiser

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Rhein-Kreis Neuss und Sparkasse Neuss bieten ergänzend zum kreisweiten Solarpotenzialkataster einen neuen kostenlosen Service für Hauseigentümer an: das Gründachpotenzialkataster. Mit wenigen Mausklicks können sich Bürger jetzt im Internet informieren, ob die Dachflächen ihrer Immobilie nicht nur für Solarenergie, sondern auch für Dachbegrünungen geeignet sein könnten. Das Gründachpotenzialkataster kann ab sofort über die Internetseiten aller Kommunen - mit Ausnahme der Stadt Neuss - sowie über die Kreis- und Sparkassen-Homepage aufgerufen werden. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Sparkassen-Kommunikationsdirektor Stephan Meiser gaben jetzt in der Stadthalle Neuss im Rahmen der Smart Energy, der größten Energiemesse am Niederrhein, den Startschuss für das neue Angebot.

Insbesondere in dichtbebauten Gebieten mit geringem Grünflächenanteil gibt es viele gute Gründe für grüne Dächer. Neben der Einsparung von Energiekosten durch die Verbesserung des Wärme- und Kälteschutzes, dem Regenwasserrückhalt und der Minimierung von Niederschlagsabflussspitzen bei Starkregen leisten begrünte Dächer einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung des Kleinklimas in Innenstädten. So lassen sich durch Dachbegrünungen sogenannte Hitzeinseln vermeiden sowie die CO2- und Feinstaubbelastung reduzieren. Zudem können 50 bis 90 Prozent des Niederschlags auf einem Gründach gespeichert werden und verdunsten. Darüber hinaus schaffen Dachbegrünungen neben der Erholungsfunktion und der ästhetischen Wirkung grüne Nischen für Vögel und Insekten.

Die Entscheidung für ein Gründach ist allerdings nicht nur ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz, sondern kann sich für Hauseigentümer auch rechnen: So können beispielsweise durch die Dämmung des Dachs eines durchschnittlichen Einfamilienhauses bis zu sechs Prozent des Heizenergiebedarfs eingespart werden.

"Mit dem Solar- und Gründachpotenzialkataster erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Planungsinstrumente für eine nachhaltige und ökologische Gebäudenutzung", sagte Petrauschke mit Hinweis auf steigende Energiekosten und Umweltschutz. Bautechnische Faktoren wie der Zustand und die Statik eines Daches können vom Kataster jedoch nicht berücksichtigt werden, sondern bedürfen einer gesonderten fachmännischen Prüfung.

"Die Sparkasse unterstützt interessierte Hauseigentümer mit attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten. Darüber hinaus sind wir auch der richtige Ansprechpartner für öffentliche Fördermittel", ergänzte Meiser.

Rund 10.000 Euro hat der Rhein-Kreis investiert, damit das vorhandene Solarpotenzialkataster um das neue Angebot Gründachpotenzialkataster erweitert werden konnte. Die Kosten für die langfristige Nutzung beider Kataster werden von der Sparkasse Neuss übernommen. Technisch umgesetzt wurde das Gründachpotenzialkataster von der Firma tetraeder.solar GmbH aus Dortmund, die sich auf die Erforschung und Entwicklung von Prognose - und Planungsinstrumente für den Bereich der Erneuerbaren Energien spezialisiert hat. Die Datengrundlagen hat das Katasteramt des Kreises zur Verfügung gestellt.

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