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Will die Schulsozialarbeit im Kreis erhalten: Landrat Hans-Jürgen Petrauschke © M. Schiffer | Volle Größe

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Landrat Petrauschke will Schulsozialarbeit im Kreis erhalten  

Bildung |

"Auch Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien im Rhein-Kreis Neuss sollen weiter gefördert werden" - dafür will Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sich einsetzen. So sprach er sich jetzt bei einem Besuch der Michael-Ende-Schule in Neuss dafür aus, an der Schulsozialarbeit im Rhein-Kreis Neuss festzuhalten. Denn die Schulsozialarbeit ist für ihn "ein wichtiges Instrument, um finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche ohne Stigmatisierung an Bildungs- und Sportangeboten teilhaben zu lassen."

Als Schritt in die richtige Richtung sieht Petrauschke hier die Ankündigung des Landes Nordrhein-Westfalen, sich an der Finanzierung der Schulsozialarbeit zu beteiligen, kritisiert aber, dass wieder nur eine befristete Lösung gefunden werden konnte. Das dürfe nicht zu zusätzlichen Dauerbelastungen für die kommunale Ebene führen.

Der Rhein-Kreis Neuss sei sehr sparsam und wirtschaftlich mit den bisher vom Bund finanzierten Mitteln für das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) umgegangen, so dass Petrauschke der Politik ein Modell vorschlagen will, das die Arbeit der 33 in den Städten und Gemeinden tätigen Schulsozialarbeiter bis Ende 2017 sichern soll. Neben den erwarteten Landesmitteln in Höhe von 850.000 Euro jährlich sollen die Restmittel aus der Bundesförderung und rund 100 000 Euro aus dem Kreishaushalt dafür eingesetzt werden. Insgesamt 4,2 Millionen Euro wird die Fortführung der Schulsozialarbeit bis 2017 kosten.

"Dass die Schulsozialarbeiter einen guten Beitrag für Schüler aus bedürftigen Familien leisten und auch den Schulen in Problemfällen Unterstützung geben, ist unbestritten", betont auch Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz. "Unter anderem ist es den Schulsozialarbeitern zu verdanken, dass gut 90 Prozent der Anspruchsberechtigten im Rhein-Kreis Neuss die Leistung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket nutzen."

Für die Weiterführung der Schulsozialarbeit will der Landrat unter anderem in der Sitzung des Kreissozialausschusses am 19. Februar werben. Unterstützung findet der Vorschlag des  Landrats auch in der Kreisgemeinschaft. So haben sich bei einer Bürgermeister-Befragung zum Thema bis auf Jüchen alle Kommunen für die Weiterführung ausgesprochen. Auch in 30 Briefen haben sich Schulen und Einrichtungen an den Landrat mi der Bitte gewandt, die Verträge der Schulsozialarbeiter zu verlängern. Die insgesamt 33 Schulsozialarbeiter im Rhein-Kreis Neuss waren Anfang 2012 über das Technologiezentrum Glehn als Tochterunternehmen des Kreises eingestellt worden. Sie werden von den Städten und Gemeinden eingesetzt.

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