Stapel regionaler Zeitungen
Die 112 ist überall in der Europäischen Union die Notruf-Nummer | Volle Größe

Sie befinden Sich hier:

Inhalt

Europäischer Tag des Notrufs am 11. Februar: Bürger können mit der 112 überall in Europa Hilfe anfordern

Die 112 ist überall in der Europäischen Union die Notruf-Nummer

Sicherheit |

Ganz gleich ob jemand einen Autounfall in Großbritannien, einen Einbruch ins spanische Ferienhaus oder ein Feuer in den Niederlanden melden will - in jedem Fall ist 112 die richtige Telefonnummer. Kreisordnungsamtsleiter Hans-Joachim Klein weist zum Tag des Europäischen Notrufs am 11. Februar darauf hin, dass die Notrufnummer 112 in allen Ländern der Europäischen Union einheitlich ist. Diese Nummer kann von überall her erreicht werden - sowohl vom Festnetz aus als auch vom Mobiltelefon. Beim Notruf vom Handy aus muss in Deutschland allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein. Dabei ist das Gespräch über die Notrufnummer immer kostenlos.

Wer den Notruf 112 wählt, wird im Rhein-Kreis Neuss automatisch mit der Kreisleitstelle verbunden. Von hier aus koordinieren die Leitstellen-Mitarbeiter die Einsätze der Feuerwehren und Rettungsdienste von Dormagen bis Meerbusch. Rund 300.000 Mal wählten die Bürger im Rhein-Kreis Neuss im vergangenen Jahr die 112. In rund jedem vierten Fall war die Lage so ernst, dass Rettungsdienst und Feuerwehr ausrücken mussten. Sie leisteten 2014 insgesamt 70.943 Mal Hilfe.

Auch skurrile Anrufe gehen immer wieder in der Kreisleitstelle am Hammfelddamm in Neuss ein. So berichtet Lothar Tetard von der Dienststelle: "Helfen konnten wir zum Beispiel einem 90-Jährigen, dem sein Gebiss aus dem Fenster in die Regenrinne gefallen war. Wir haben ihm die Nummer der Hausverwaltung vermittelt, so dass er schließlich die Prothese zurück bekam."

Regelmäßig melden sich darüber hinaus Anrufer zum Neusser Schützenfest, die nach dem Namen des neuen Schützenkönigs fragen. "Wir geben natürlich den Namen weiter, wenn wir ihn wissen, weisen aber darauf hin, dass die Leitung frei bleiben sollte für 'echte' Notrufe", sagt Tetard von der Kreisleitstelle. Jeder, der die 112 wählt, kann heute übrigens identifiziert werden. Dadurch ist die Zahl der Fehlalarme deutlich gesunken.

Wichtiger Hinweis: Sie sehen eine Archivseite. Diese Informationen geben den Stand des Veröffentlichungstages wieder () und sind möglicherweise nicht mehr aktuell.