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Musikschule Rhein-Kreis Neuss: Besonders gefragt sind Klavier, Gitarre und Schlagzeug

Musikschulleiterin Ruth Braun-Sauerwein

Schule |

Mit neuen Angeboten sprechen Musikschulen schon Babys an. Auch Kooperationen mit Schulen werden immer wichtiger. Ruth Braun-Sauerwein, Leiterin der Musikschule Rhein-Kreis Neuss, berichtet, was sich in den letzten Jahren verändert hat und wie sie selbst zur Musik kam.

Frau Braun-Sauerwein, vom 23. bis 25. Januar 2015 findet der Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Korschenbroich und Grevenbroich statt. Wie viele Schüler der Musikschule Rhein-Kreis Neuss haben sich angemeldet?

Braun-Sauerwein: Für 2015 haben sich 150 Mädchen und Jungen angemeldet, darunter 27 Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule. Der Trend geht dahin, dass sich immer mehr jüngere Kinder anmelden. Schwieriger ist es, die über 15-Jährigen für den Wettbewerb zu gewinnen.

Wieso sind die Älteren nicht mehr so stark vertreten?

Braun-Sauerwein: Ich vermute, das liegt an den gewachsenen Anforderungen in den weiterführenden Schulen. Wer bei einem Musikwettbewerb mitmacht, sollte in der Vorbereitungsphase jeden Tag üben, und diese Zeit ist bei vielen Jugendlichen einfach knapp geworden.

Arbeitet die Musikschule mit Schulen zusammen, um mehr Jugendliche für Musik zu begeistern?

Braun-Sauerwein: Ja, es gibt eine Reihe von Kooperationen, zum Beispiel mit beiden Gymnasien in Grevenbroich, dem Gymnasium Jüchen und der Gesamtschule in Kaarst-Büttgen, wo wir unter anderem Streicher- und Bläser-Klassen anbieten. Darüber hinaus gibt es Gruppenangebote unserer Musikschule in mehreren Offenen Ganztagsschulen in Grevenbroich, Korschenbroich, Kaarst, Jüchen und Rommerskirchen, und wir sind auch in zahlreichen Kindertagesstätten vor Ort.

Wie alt waren Sie selbst, als Sie zum ersten Mal den Musikunterricht besucht haben?

Braun-Sauerwein: Ich war sieben Jahre und habe damals mit Klavierunterricht angefangen. Ich unterrichte auch heute noch sehr gern - Kinder ab vier Jahren in der Klavier-Früherziehung und Jugendliche und Erwachsene am Klavier. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie viel Freude schon die Kleinen schon am Musizieren haben.

Wie alt sind heute die Jüngsten, die in die Musikschule kommen?

Braun-Sauerwein: Schon mit neun Monaten nehmen die Kleinsten - gemeinsam mit einer Begleitperson - an unserem Babykursus teil. Weiter geht es mit den Musikflöhen ab zwei Jahren und danach mit der musikalischen oder instrumentalen Früherziehung.

Ab wie viel Jahren beginnen Kinder mit einem Instrument?

Braun-Sauerwein: Das hängt natürlich vom einzelnen Kind ab, doch wir bieten eine instrumentale Orientierung ab dem ersten Schuljahr an. Instrumente gibt es in verschiedenen Größen, so dass auch schon Erstklässler ein Instrument spielen können. Am beliebtesten ist nach wie vor das Klavier, gefolgt von Gitarre und Schlagzeug.

Nehmen neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene an Ihren Angeboten teil?

Braun-Sauerwein: Ja, wir haben einige erwachsene Schüler, die ein Instrument erlernen. Darüber hinaus gibt es in der Musikschule Rhein-Kreis Neuss ein Streichorchester ausschließlich für Erwachsene sowie eine Big Band, in der neben Jugendlichen auch Musiker über 18 Jahren mitspielen.

Informationen zur Musikschule Rhein-Kreis Neuss

In der Musikschule Rhein-Kreis Neuss werden in Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich und Rommerskirchen rund 3.200 Schüler von 56 Lehrkäften unterrichtet. Mehr zu dem Angebot unter www.rhein-kreis-neuss.de/musikschule.

Beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" im Januar im Rhein-Kreis Neuss sind auch Zuhörer erwünscht. Das Konzert der Preisträger findet am Sonntag, 25. Januar, um 17 Uhr in der Aula des Gymnasiums Korschenbroich statt.

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