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Statistisches Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2015 erschienen

Statistik |

Zum Jahresende hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt die aktuelle Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs für Nordrhein-Westfalen herausgebracht. Das informative Nachschlagewerk bietet mit seiner Themenvielfalt einen tiefen Einblick in die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in NRW. Bestellen kann man das Statistische Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2015 über den Publikationsservice von IT.NRW oder per Post (IT.NRW, Mauerstr. 51, 40476 Düsseldorf), der Preis beträgt 39 Euro. Es steht auch als kostenloser Download im Publikationsservice zur Verfügung.

Das Jahrbuch informiert u. a. über folgende interessante Sachverhalte:

  • Die Entfernung zwischen dem nördlichsten (Stadt Rahden im Kreis Minden-Lübbecke) und südlichsten Punkt (Gemeinde Hellenthal im Kreis Euskirchen) des Landes beträgt genau 291 Kilometer.
  • Das Bruttoinlandsprodukt NRWs stieg 2014 um 3,1 Prozent auf 624,7 Milliarden Euro; damit wurden hierzulande nahezu 22 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung erarbeitet.
  • Etwa 7 716 Hektar (0,5 Prozent) der gesamten landwirtschaftlichen Fläche NRWs (1 460 066 Hektar) wurden 2014 genutzt, um Weihnachtsbäume (außerhalb des Waldes) zu kultivieren. Dies entspricht einer Fläche von knapp 10 500 Fußballfeldern. 
  • Laut Bevölkerungsvorausberechnung wird die Zahl der Einwohner in NRW bis zum Jahr 2040 um 0,5 Prozent abnehmen. Während in Westfalen ein Rückgang zu erwarten ist, wird die Bevölkerungszahl im Landesteil Nordrhein hingegen ansteigen. Die kreisfreien Städte Köln (+19,3 Prozent), Münster (+16,6 Prozent) und Düsseldorf (+13,1 Prozent) dürften als Wohnorte in den nächsten Jahren hoch im Kurs stehen.
  • Nordrhein-westfälische Verbraucher mussten im September 2015 für ein Pfund Kaffee 25,4 Prozent, für Zigaretten 17,5 Prozent und für Mineralwasser 5,3 Prozent mehr bezahlen als 2010.
  • Nahezu 40 Prozent der rund 8,55 Millionen Privathaushalte in NRW sind Ein-Personen-Haushalte; "Single-Hochburgen" sind die Städte Düsseldorf (49,3 Prozent aller Haushalte), Köln (47,9 Prozent), Essen (46,7 Prozent) und Dortmund (45,7 Prozent).
  • In NRW gibt es insgesamt 76 Talsperren mit einem Gesamtfassungsvermögen von etwa 1,16 Milliarden m3. Den größten Stauraum weisen die Rurtalsperre Schwammenauel mit 203 Millionen m3 (Kreis Düren und Städteregion Aachen), die Biggetalsperre mit 172 Millionen m3 (Kreis Olpe) und die Möhnetalsperre mit 135 Millionen m3 (Kreis Soest) auf.
  • 2014 war die Zahl der Insolvenzen mit 33 500 um 5,1 Prozent niedriger als 2013; dabei wurden fast dreimal so viele Verbraucher- (22 500) wie Unternehmensinsolvenzen (7 800) beantragt.
  • Ende 2014 hatten 2,1 Millionen Menschen in NRW einen ausländischen Pass; den höchsten Anteil an diesen stellten mit 512 700 Personen (24,7 Prozent) die türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ende September 1949 lebten in NRW 121 500 ausländische Personen; den höchsten Anteil (46,9 Prozent) hatten damals die Niederländer mit 57 000.
  • Rein rechnerisch wurde im vergangenen Jahr auf den Straßen NRWs alle 17 Stunden ein Mensch bei einem Verkehrsunfall getötet. Mit 522 war die Zahl der Verkehrstoten zwar um 43 höher als im Jahr zuvor, jedoch verunglückten im Jahr 1968 mit 4 324 noch mehr als achtmal so viele Menschen tödlich im Straßenverkehr. 
  • Im vergangenen Jahr wurde in NRW alle dreieinhalb Minuten ein Kind geboren; die Geburtenzahl war mit 155 102 so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr (2004: 158 054), aber nur etwa halb so hoch wie im Rekordjahr 1964 (damals: 300 425 Geborene). 
  • 2014 wurden in den Betrieben des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes rund 4,3 Milliarden Liter natürliches Mineralwasser (mit und ohne Kohlensäure) und andere Erfrischungsgetränke abgefüllt - das entspricht in etwa der Menge Wasser, die von der Dreilägerbachtalsperre (in der Städteregion Aachen) aufgestaut werden kann. 
  • 2014 verarbeiteten die nordrhein-westfälischen Schlachtereien 17,6 Millionen Schweine; damit wurden fast 25-mal so viele Schweine wie Rinder und Kälber (708 000) geschlachtet. Im Vergleich zum Jahr 2000 ist die Zahl der geschlachteten Schweine um 45 Prozent gestiegen. 
  • Die elf wichtigsten Flüsse NRWs haben innerhalb des Landes eine Gesamtlänge von 1 550 Kilometern; dies entspricht in etwa der Entfernung (Luftlinie) zwischen Münster und Madrid. 
  • Ende 2014 befanden sich in NRW rund 309 876 junge Menschen in einer dualen Ausbildung. Im Bereich "Industrie und Handel" wurden 2014 mit 71 352 mehr als doppelt so viele Ausbildungsverträge neu abgeschlossen als im Handwerk (28 887). 
  • 104 300 Personen (0,6 Prozent der Bevölkerung) in NRW erhielten 2014 im Rahmen der Sozialhilfe laufende Hilfe zum Lebensunterhalt; das war fast ein Drittel mehr als im Jahr 2010. (IT.NRW)

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