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Rekultivierung: Zillikens und Petrauschke im neuen Landwirtschaftszentrum

Im neuen Landwirtschaftszentrum von RWE Power in Jüchen laufen die Fäden für die Rekultivierung zusammen. Im Gespräch. (v.l.n.r.): Michael Eyll-Vetter, Leiter Bergbauplanung RWE, Harald Zillikens, Hans-Jürgen Petrauschke, Betriebsleiter Michael Ortmann, Werner Sihorsch.

Umwelt |

Das neue Landwirtschaftszentrum von RWE Power in der Gemeinde Jüchen unterstreicht eindrucksvoll die Chancen der Rekultivierung im Tagebaugebiet. Diese Auffassung vertraten Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke nach einem Besuch des Vielheckerhofs an der Grubenrandstraße.

Vom Vielheckerhof aus betreuen zehn Fachkräfte die rekultivierten Äcker und Felder am Tagebau Garzweiler. Die Einrichtung ersetzt zwei kleinere Höfe bei Grevenbroich und Bergheim. "Vom neuen Standort aus haben unsere Landwirte kurze Wege zu den Neulandflächen, die der Tagebau bereits hergestellt hat und die in den nächsten Jahrzehnten hinzukommen", erklärte Werner Sihorsch, Leiter Rekultivierung bei RWE Power, den Gästen aus der Politik.

Bürgermeister Zillikens begrüßte die Verlegung des Landwirtschaftszentrums in "seine" Gemeinde: "Die neue Betriebsstätte ist ein deutliches Zeichen für die fortschreitende Wiederherstellung der Äcker im Zuge der planmäßigen Rekultivierung der vom Tagebau Garzweiler in Anspruch genommenen Flächen." Auch Petrauschke zeigte sich angetan von dem Projekt. "Es unterstreicht die Bedeutung der Landwirtschaft für eine gute und ausreichende Ernährung. Die hoch moderne Maschinentechnik, mit der die Rekultivierer und Landwirte die neuen Böden schonend bearbeiten, ist schon beeindruckend", so der Landrat.

 Fachleute des Bergbauunternehmens bewirtschaften revierweit zurzeit 1400 Hektar neuer Ackerflächen. Diese liegen schwerpunktmäßig am Tagebau Garzweiler und am Tagebau Inden. Das neue Ackerland wird durchschnittlich sieben Jahre lang von Agraringenieuren und -technikern für die Übergabe an Erwerbslandwirte vorbereitet. In aller Regel sind dies Umsiedlungsbetriebe, die im Tagebauvorfeld Flächen für die Braunkohlengewinnung bereitgestellt haben. Der Schwerpunkt der Zwischenbewirtschaftung hat sich von Bergheim und Grevenbroich in den Raum südlich von Jüchen verlagert. Dementsprechend konnten jetzt die dortigen Schirrhöfe, wie die Betriebe in der Fachsprache heißen, geschlossen werden.

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