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Strukturbruch im Rheinischen Revier abwenden: Ideenwettbewerb der Landesinitiative IRR sucht Zukunftsprojekte

Schaufelradbagger

Braunkohletagebau Garzweiler, Jüchen

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Die Gesellschafter der NRW-Landesinitiative "IRR – Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH" fordern die Bereitstellung ausreichender Mittel, um den wirtschafts-, struktur- und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen der Energiewende im Rheinischen Braunkohlenrevier angemessen begegnen zu können. „Mit der IRR GmbH hat das Rheinische Revier ein Instrument, um den Strukturwandel vorausschauend zu unterstützen“, stellt Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises und Vorsitzender der IRR-Gesellschafterversammlung, fest. „Allerdings hängt die Schlagkraft und Nachhaltigkeit der IRR GmbH davon ab, welche finanziellen Mittel die Region bekommt.“

Das Rheinische Revier ist Deutschlands wichtigste Energieregion. Viele Arbeitsplätze hängen von der Energieerzeugung und deren Verbrauch in energieintensiven Unternehmen ab. „Vor dem Hintergrund der sich beschleunigenden Energiewende droht dem Rheinischen Revier ein Strukturbruch. Unsere Region muss deshalb im besonderen Maße von Land und Bund unterstützt werden“, fordert auch Dr. Gerd Hachen. Der Landtagsabgeordnete sitzt der Revierkonferenz vor, in der Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Hochschulen die Zukunft des Rheinischen Reviers mitgestalten. „Das Revier bringt alles mit, um zu einer viel beachteten Innovationsregion zu werden. Mit dem Ideenwettbewerb sollen die wirksamsten Projekte ausgesucht werden, um die Chancen des Strukturwandels konkret zu machen“, so Hachen weiter. Durch den Wettbewerb sei sichergestellt, dass die öffentlichen Mittel an den richtigen Stellen investiert werden.

Der Startschuss für den Ideenwettbewerb fällt auf dem Innovationstag am 9. Mai 2015 in Eschweiler. Bis zum 28. August 2015 sucht die IRR GmbH innovative „Best-Practice-Projekte“ und neue Ideen. Es sind viele Themen denkbar, zum Beispiel in den Bereichen Energie, Klimaschutz, Entwicklung von Gewerbeflächen, Städtebau oder Landschafts- und Dorfentwicklung. Die eingereichten Projekte und Ideen müssen bestimmte Kriterien einhalten. Zum Beispiel müssen sie ein regional bedeutsames Zukunftsthema behandeln und innovativ, übertragbar, nachhaltig und strukturwirksam sein. Ein Expertenbeirat wird die Projekte bewerten, die Gesellschafterversammlung der IRR GmbH wird diese danach beurteilen und dem Land Nordrhein-Westfalen zur Förderung vorschlagen. Mitmachen können Bürgerinnen und Bürger, Vereine, öffentliche Träger, Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen.

Der Ideenwettbewerb soll die vorhandenen Stärken und Zukunftsperspektiven der Innovationsregion Rheinisches Revier sichtbar machen und umsetzungsreife Projekte aufzeigen. Zur IRR gehören die StädteRegion Aachen, die Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, der Rhein-Erft-Kreis und der Rhein-Kreis-Neuss. Ausführliche Informationen zum Ideenwettbewerb können ab dem 9. Mai 2015 eingesehen werden.

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