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IHK-Herbsttour mit dem Konsularischen Korps: Gäste aus 13 Nationen erkunden den Rhein-Kreis

Das Konsularische Korps besichtigt die Produktion von Papiertaschentüchern

Wirtschaft |

Ein schwedischer Papiertaschentuch-Produzent mit einem beeindruckenden Nachhaltigkeitskonzept, eine Schiffstour durch den Neusser Hafen mit faszinierenden Einblicken in die Abläufe eines internationalen Warenumschlagplatzes und jede Menge Kultur: Die diesjährige Herbsttour des Konsularischen Korps bot spannende Eindrücke vom Standort Rhein-Kreis Neuss. Bereits zum siebten Mal hatte die IHK Mittlerer Niederrhein internationale Repräsentanten zu einem Besuch am Niederrhein eingeladen, in diesem Jahr gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss. 30 Teilnehmer aus 13 Nationen – darunter Japan, Kanada, Belgien und Italien – waren der Einladung gefolgt.

Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, warb in seiner Begrüßung für den Standort: „Die Arbeitslosenquote ist bei uns niedrig. Unser Standort ist die Heimat von 28.000 Unternehmen. Davon ist etwa jedes zehnte ein internationales Unternehmen. Über weitere Ansiedlungen von ausländischen Betrieben würden wir uns sehr freuen.“ IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Porschen ergänzte: „Der Niederrhein ist für internationale Unternehmen so interessant, weil die Infrastrukturbedingungen hier ideal sind und spannende Märkte ganz in der Nähe liegen.“ Dabei seien die Häfen in der Region von entscheidender Bedeutung. Sie seien wichtige Standorte für die Logistikwirtschaft, aber auch für das produzierende Gewerbe etwa aus dem Bereich Lebensmittelindustrie.

Andreas Hamm von den Neuss Düsseldorfer Häfen unterstrich die Bedeutung der Logistik und der Häfen für den Rhein-Kreis und die künftige wirtschaftliche Entwicklung der Region: „Bei uns werden Automobile, Kohle, Eisenerz, Mühlenprodukte und eine Vielzahl anderer Güter umgeschlagen.“ Das Container-Aufkommen in den großen Seehäfen Zeebrügge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam (ZARA-Häfen) werde sich bis 2030 verdreifachen. Diese Güter umzuschlagen, werde auch für die Binnenhäfen eine große Herausforderung sein, so Hamm.

Auch der Gastgeber der zweiten Etappe der Herbsttour profitiert von der Nähe zum Hafen: SCA Hygiene Products, ein schwedischer Hersteller von Taschentüchern und Hygienepapieren, dessen Marken wie Tempo oder Zewa geläufig sind. „Die Infrastruktur mit dem Rhein vor der Tür und einer guten Straßen- und Schienenanbindung ist ideal“, betonte Bernd Bichbeimer, Leiter des Neusser Werks mit 430 Mitarbeitern. „Ebenso wichtig für uns ist aber auch die reibungslose Zusammenarbeit mit den Behörden vor Ort.“ Ein weiterer entscheidender Pluspunkt für den Rhein-Kreis ist für Bichbeimer die Attraktivität der Region: „Hier ist es einfach, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, denn die Nähe zu den Universitäten und Hochschulen sowie das Kultur- und Freizeitangebot am Niederrhein ist bestens.“ 

Davon konnten sich die Diplomaten und Konsuln beim Besuch des Kreismuseums Zons und bei einem abendlichen Rundgang durch die mittelalterliche Stadt selbst ein Bild machen. Beim gemeinsamen Abendessen versprach Bart Vandeputte, Wirtschafts- und Handelsattaché des Königreichs Belgien, für den Rhein-Kreis Neuss zu werben. Er bedankte sich im Namen der konsularischen Vertreter für die interessanten Einblicke: „Ich hoffe, dass diese schöne Tradition der Herbsttour auch in Zukunft fortgesetzt wird.“

Quelle: IHK

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