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Landrat begrüßt im Grundsatz Landesbeteiligung bei der Schulsozialarbeit

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Als Schritt in die richtige Richtung bezeichnen Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz die Zusage des Landes Nordrhein-Westfalen, sich an der Finanzierung der Schulsozialarbeiter beteiligen zu wollen. Jährlich 48 Millionen Euro will das Land für die kommenden drei Jahre bis 2017 dafür bereitstellen. Im Rhein-Kreis Neuss will das Land 60 Prozent der anfallenden Kosten für die Schulsozialarbeiter übernehmen, im Ruhrgebiet hingegen bis zu 80 Prozent - je nach kommunaler Haushaltslage. Im Landesdurchschnitt sind es rund 70 Prozent.

Nach Berechnung des Landes verbliebe ein Eigenanteil von jährlich 566 000 Euro, den der Rhein-Kreis Neuss zusätzlich tragen müsste. "Angesichts der Finanzlage und der dramatisch steigenden Soziallasten im Kreishaushaushalt kein Pappenstiel. Ob die kreisangehörigen Städte und Gemeinden dies mittragen werden, ist fraglich. Wir werden uns deshalb auch mit den Bürgermeistern unserer Städte und Gemeinden unterhalten müssen. Für die jährlichen Mehrbelastungen fehlen die Beschlüsse", betont deshalb Petrauschke zurückhaltend. Gleichzeitig kritisiert er die ungleiche Verteilung der Landesmittel.

Dass die Schulsozialarbeiter einen guten Beitrag für Schüler aus bedürftigen Familien leisten und auch den Schulen in Problemfällen Unterstützung geben, ist unbestritten. "Unter anderem ist es den Schulsozialarbeitern zu verdanken, dass gut 90 Prozent der Anspruchsberechtigten im Rhein-Kreis Neuss die Leistung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket -BuT - nutzen", ergänzt Steinmetz.

Gleichzeitig kritisiert er aber, dass keine dauerhafte Lösung zur Schulsozialarbeit gefunden werden konnte. Es dürfe nicht zu zusätzlichen Dauerbelastungen der kommunalen Ebene kommen. Hier seien Bund und Land in der Pflicht, sind sich Petrauschke und Steinmetz einig.

33 Schulsozialarbeiter wurden zu Beginn des Jahres 2012 über das Technologiezentrum Glehn als Tochterunternehmen des Kreises eingestellt. Sie sind kreisweit im Einsatz und informieren über Leistungen des BuT. Daneben bieten sie in den Schulen Workshops und Arbeitsgemeinschaften an und beraten Familien.

Mit den Städten und Gemeinden will der Kreis nun für 2015 ein Konzept erarbeiten, wie der Erfolg der Schulsozialarbeit überprüft und zielgerichtet fortgeführt werden könnte.

 

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