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Ntariniai Konosidou studiert mit Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss

Ntariniai Konosidou mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (l.) und ihrem ehemaligen Schulleiter Theodor Lindner vom Bettina-von-Arnim-Gymnasium

Schule |

Große Freude bei Ntarinai Konosidou: Die Abiturientin aus Dormagen erhielt jetzt die Nachricht, dass sie mit dem Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss unterstützt wird. Die gebürtige Griechin bekommt monatlich 300 Euro für maximal zwölf Semester. Bereits im Oktober hat sie ihr Maschinenbau-Studium in Aachen aufgenommen.

Als Ntarinai Konosidou vor drei Jahren aus Griechenland nach Deutschland kam, hätte sie es nie für möglich gehalten, einmal ein 1,5-er-Abitur zu erreichen und darüber hinaus ein Stipendium für ihr Studium zu erhalten. "Ich hatte zwar schon vier Jahre Deutsch in der Schule in Griechenland gelernt", blickt die 19-Jährige zurück, "Grammatik und Vokabeln fielen mir nicht so schwer, aber ständig Deutsch zu sprechen war am Anfang nicht einfach." Am Bettina-von-Arnim-Gymnasium wählte sie die Leistungskurse Mathe und Biologie. In Aachen gehört sie nun zu den 15 Prozent Frauen, die Maschinenbau studieren. Besonders interessiert sie sich für die Bereiche Medizintechnik und Flugzeugtechnik.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke gratulierte der Stipendiatin gemeinsam mit Kreisdezernent Tillmann Lonnes, Projektleiterin Eva Schmitt-Roth, Mitgliedern der Jury und ihrem ehemaligen Schulleiter Theodor Lindner vom Bettina-von-Arnim-Gymnasium in Dormagen. Ntarinai Konosidou ist bereits die zweite Schülerin des Dormagener Gymnasiums, die das Migranten-Stipendium erhält. Die Schule stellte mit Tingjun Wu bereits im Jahr 2012 einen Abiturienten, der sich erfolgreich um dieses Stipendium des Rhein-Kreises Neuss bewarb.

"Zurzeit unterstützen wir acht Stipendiaten, in diesem Jahr sind die Abiturientinnen Ntarinai Konosidou aus Dormagen und Olga Harmalov aus Grevenbroich hinzu gekommen", sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. "Diese jungen Menschen sind Vorbilder, denn sie beweisen, dass es auch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund möglich ist, eine vernünftige Schulbildung zu erhalten und ein Studium aufzunehmen." Eine der ersten Studenten, die von dem Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss profitiert haben, ist Svetlana Chernyshova: Sie schließt in Kürze ihr Studium der Kultur- und Medienwissenschaften mit der Master-Arbeit ab.

Seit 2009 vergibt der Rhein-Kreis Neuss Migranten-Stipendien an erfolgreiche und sozial engagierte Abiturienten, die mit ihren Familien aus dem Ausland eingewandert sind und seit mindestens drei Jahren im Kreisgebiet leben. Alle bis jetzt geförderten Stipendiaten sind gut in ihr Studium gestartet. Sie kommen regelmäßig in Schulen des Rhein-Kreises Neuss und motivieren durch die Schilderung ihres Werdegangs die künftigen Abiturienten mit Migrationshintergrund.

Jury entscheidet über Stipendium

Eine Experten-Jury entscheidet über das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss. Zu dieser Kommission zählen neben Dezernent Tillmann Lonnes und Amtsleiterin Elke Stirken der Kreisschulausschuss-Vorsitzende Rainer Schmitz, Natalia Lüdtke vom Kommunalen Integrationszentrum, Wilhelm Breuer (Schulleiter der Gesamtschule An der Erft in Neuss), Dieter Bullmann (Leiter des Berufsbildungszentrums Weingartstraße in Neuss) und Ulrich Dauben (Leiter des Quirinus-Gymnasiums in Neuss). Beraten wird die Kommission von Torsten Götte, Leiter des Projekts "Migrantenförderung an der Schulform Gymnasium im Rhein-Kreis Neuss", und Eva Schmitt-Roth, Projektleiterin "Migranten-Stipendium" beim Rhein-Kreis Neuss.

Weitere Informationen zum Migranten-Stipendium gibt es bei Eva Schmitt-Roth.

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