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Emil Steinberger mit Friedestrompreis des Rhein-Kreises Neuss ausgezeichnet

In Dormagen-Zons nahm Emil Steinberger (4. v.l.) den Friedestrompreis 2014 aus den Händen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke entgegen

Kultur |

Träger des Friedestrompreises 2014 ist der Schweizer Kabarettist, Autor, Regisseur und Schauspieler Emil Steinberger, der einem breiten Publikum in Deutschland dank seiner TV-Sketche als "Emil" bekannt ist. Im Rahmen eines Festaktes auf Burg Friedestrom in Dormagen-Zons nahm Steinberger die renommierte Auszeichnung aus den Händen von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke entgegen. Die Laudatio hielt der Journalist und Satiriker Hans Zippert.

Bereits seit 1986 verleiht der Rhein-Kreis Neuss mit seinem Internationalen Mundartarchiv "Ludwig Soumagne" alle zwei Jahre den mittlerweile mit 4 000 Euro dotierten Friedestrompreis für besondere Verdienste um die deutschsprachige Dialektliteratur. In den Vorjahren ging er unter anderem an Konrad Beikircher, Wolfgang Niedecken, Ina Müller und zuletzt Uwe Steimle. "Der Friedestrompreis ist Ausdruck einer besonderen Wertschätzung", betonte Landrat Petrauschke in seiner Begrüßungsrede: "Emil Steinberger reiht sich ein in die Friedestrompreisträger, die man als Allroundkünstler bezeichnen kann. Seine Bühnenkunst ist Sprachkunst und gekonntes Schauspiel zugleich."

Zu Emil Steinberger

Emil Steinberger, geboren 1933 in Luzern, war neun Jahre Postbeamter, bildete sich dann zum Grafiker aus, gründete das Luzerner Kleintheater, leitete Kinos und feierte große Erfolge als Kabarettist auf Schweizerdeutsch, Deutsch und Französisch.

Anfang der 70er Jahre füllte Steinberger mit seinen Soloprogrammen "Geschichten, die das Leben schrieb", "E wie Emil" und "Emil träumt" alle Theater der Schweiz und bald auch in Deutschland. Zur Bekanntheit in Deutschland trugen auch die von der ARD ausgestrahlten Emil-Aufzeichnungen bei. Es folgten diverse Tourneen durch die Bundesrepublik und die Schweiz, auch in der DDR trat er mehrmals auf.

Im Jahr 1977 stand er für neun Monate in der Manege des Circus Knie. Ein weiterer Meilenstein seiner Karriere war eine der beiden Hauptrollen in dem Film Die Schweizermacher unter dem Regisseur Rolf Lyssy. 1980 war Emil Steinberger Geburtshelfer und Regisseur beim Neustart des Circus Roncalli in Köln. 1987 trat Steinberger zum letzten Mal als Emil auf. Danach war er auch erfolgreich in der Werbung tätig, schrieb und inszenierte eine Vielzahl von Werbespots.

Ab 1993 war sein Wohnort New York. Dort heiratete er seine Frau Niccel. Sie kehrten 1999 gemeinsam in die Schweiz zurück und gründeten im Jahr 2000 einen eigenen Verlag, die Edition E. Zu seinem 75. Geburtstag wurde Emil Steinberger 2008 von der Stadt Luzern zum Ehrenbürger ernannt.

Bisherige Träger des Friedestrompreises: 1986 Hans Haid, 1988 Walter A. Kreye, 1990 Fernand Hoffmann, 1992 Julian Dillier, 1994 H.C. Artmann, 1996 André Weckmann; 1998 Friedrich W. Michelsen, 2000 Peter Pabisch, 2002 Konrad Beikircher, 2004 Gerhard Polt, 2006 Gerd Dudenhöffer, 2008 Wolfgang Niedecken, 2010 Ina Müller, 2012 Uwe Steimle.

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