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Sozialexperten des Kreises besuchten 3M in Jüchen: Erfolgreiches Integrationsmodell mit der WfB

Dr. Hans-Ulrich Klose (4. v.r.) und Jürgen Steinmetz (2. v.r.) beim Ortstermin in der WfB-Außenstelle bei 3M

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Einer Arbeit nachzugehen, das heißt für Menschen mit Behinderung, integriert zu sein und teilzuhaben an dem, was für viele selbstverständlich ist. Über den Stand eines erfolgreichen Integrationsprojekts beim Innovationskonzern 3M informierten sich jetzt Dr. Hans-Ulrich Klose, 1. Stellvertretender Landrat und Vorsitzender des Sozialausschusses des Rhein-Kreises Neuss, und Kreissozialdezernent Jürgen Steinmetz. Denn für den 3M-Standort Jüchen ist die Werkstatt für Behinderte (WfB) aus dem benachbarten Grevenbroich schon seit vielen Jahren als Dienstleister tätig.

Rund 30 Menschen mit Behinderung aus der WfB arbeiten über einen sogenannten Außenarbeitsplatz im Jüchener Distributionszentrum von 3M. Dort übernehmen sie Konfektionierungsaufgaben. Technik, Qualität, Kommunikation und die hohe Liefertreue des WfB-Teams wurden bereits mehrfach mit einem 3M Supplier-Award ausgezeichnet. "Die Menschen mit Behinderung leisten hier eine wertvolle Arbeit, sind in das Unternehmen und die Abläufe gut integriert und werden von der WfB bestens betreut", so das Fazit der Kreisvertreter, das der Leiter des 3M-Distributionscenters Jüchen, Rainer Kriesten, unterstreicht: "Wir schätzen diese Leistung sehr."

Wie Klose und Steinmetz beim Ortstermin auch erfuhren, ist WfB-Geschäftsführer Wilfried Moll jedoch nicht sorgenfrei. "Wir haben den Eindruck, dass die Werkstätten aufgelöst werden sollen, um die Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt zu intensiveren. Wir benötigen aber weiterhin ein Wahlrecht, denn nicht alle können das schaffen", so Moll. 2013 hätten genau vier von 670 Menschen mit Behinderung der WfB Hemmerden auf den 1. Arbeitsmarkt vermittelt werden können. Der Kreis sagte in der Sache Unterstützung zu. Dr. Klose betonte, dass Inklusion nur funktionieren könne, wenn jeder dort betreut werde, wo er die beste Förderung erhält - dazu gehöre eben auch eine Wahlmöglichkeit über den besten Förderort: "Wir brauchen die Werkstätten genauso wie unsere Förderschulen."

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