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Logistikforum: "Rheinland-Erklärung" mit konkreten Verbesserungsvorschlägen

Übergabe der Rheinland-Erklärung

Wirtschaft |

Die Logistikbranche hat klare Vorstellungen davon, wir ihr Standort attraktiver werden kann. Das geht aus der "Rheinland-Erklärung" hervor, die der Logistikregion Rheinland e. V. an die zuständigen Staatssekretäre Enak Ferlemann und Dr. Günther Horzetzky aus Berlin beziehungsweise Düsseldorf übergeben hat. Das "Logistikforum Rheinland" in Neuss bildete den Rahmen dazu. Landratsvertreter Jürgen Steinmetz sowie Rainer Schäfer und Thomas Klann vom Vorstand der Logistikregion zeigten dort konkrete Verbesserungsnotwendigkeiten auf.

Als beispielhafte Projekte für den Schienenverkehr wurden der Bau der sogenannten Betuwe-Linie, das Güterzug-Projekt "Eiserner Rhein" zwischen Antwerpen und Ruhrgebiet sowie der Ausbau des Bahnknotens Köln genannt. Der Ausbau des Kölner Autobahnrings auf durchgängig acht Streifen sowie der durchgängige Ausbau der A 57 auf sechs Streifen gehören außerdem zu den Forderungen in der "Rheinland-Erklärung". Im Bereich "Wasserstraßen" macht sich die Logistikregion für eine durchgängige Vertiefung des Rheins zwischen Duisburg und Bonn auf eine Fahrrinnentiefe von 2,80 Meter stark. Die Forderung nach der Ausweisung von ausreichend geeigneten Flächen für Logistikansiedlungen, um aus dem Verkehrswachstum auch Arbeitsplätze generieren zu können, schließt den Kreis.

"Das Rheinland ist einer der europaweit attraktivsten Regionen für die Logistikbranche - wenn nicht sogar die attraktivste. Aber sie steht auch vor Herausforderungen, die zur Bewältigung des wachsenden Verkehrsaufkommens angegangen werden müssen", so Jürgen Steinmetz, der Vorsitzende der Logistikregion.

Zuvor hatte Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, vor mehr als 100 Gästen dargelegt, dass die Priorität der Bundesregierung zunächst auf dem Erhalt der Infrastruktur und dann auf der Stärkung der Verkehrskreuze sowie auf Lückenschlüssen liege. Insbesondere die Autobahnkreuze seien bei den wachsenden Verkehrsströmen oftmals Engpässe, die das Verkehrsaufkommen nicht bewältigen könnten. Daher würden Maßnahmen in diesem Bereich Vorrang haben.

In einer anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Ferlemann auch Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Hans Königs vom Hafen Antwerpen sowie Uwe Detering von UPS Deutschland teil. Dabei ging es um die langfristige Finanzierung der Infrastruktur. Neue Wege zur intelligenten Nutzung der Verkehrswege seien von hoher Bedeutung, waren sich die Experten einig.

"Das Logistikforum Rheinland hat auch Dank seiner hochrangigen Besetzung wichtige Lösungswege zur nachhaltigen Stärkung unserer Logistikregion aufgezeigt. Jetzt sind Bund und Land gefordert, diese umzusetzen. Da wir uns in vielen Punkten einig sind, bin ich aber zuversichtlich, dass das Rheinland weiter eine der bedeutendsten Logistikregionen Europas bleiben wird", bilanziert Steinmetz.

Der Logistikregion Rheinland e.V. ist ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Seite, der das Ziel verfolgt, das Rheinland als eine der bedeutendsten Logistikregionen Europas nachhaltig zu stärken. Das Rheinland bietet auf Grund von Lage, Infrastruktur und Absatzmarkt zahlreiche Standortvorteile. Die Logistikbranche im Rheinland umfasst mehr als 10 000 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 20 Milliarden Euro und ist mit 210 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - dies entspricht knapp zehn Prozent der Gesamtbeschäftigung - ein bedeutender Arbeitgeber.

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