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Steinmetz bei Tagung: Kommunale Ebene entscheidet über Erfolg der Energiewende

Drei Personen

"Wir haben alle noch ein hartes Stück Arbeit vor uns" (von links): Wolfgang Sorgatz, Jürgen Steinmetz und Dr. Peter Werle bei der Fachtagung von Energy Support in Neuss

Energie |

Die kommunale Ebene ist das entscheidende Feld der Energiewende. Diese Meinung vertrat Landratsvertreter Jürgen Steinmetz vor 150 Experten aus In- und Ausland, die die "Transformer Life Management Conference" besuchten. Die Tagung fand erstmals in Neuss statt und rückte die aktuellen Anforderungen an Transformatoren in den Blickpunkt. Dabei handelt es sich um elektrotechnische Anlagen, die Wechselspannungen erhöhen oder verringern. Steinmetz referierte über das Thema "Energiewende aus kommunaler Sicht" und kam zu einem eindeutigen Schluss: "Wir haben alle noch ein hartes Stück Arbeit vor uns."

Die "Transformer Life Management Conference" im Dorint-Hotel wurde unter anderem ausgerichtet von der Energy Support GmbH aus Neuss. Deren Geschäftsführer Wolfgang Sorgatz zeigte sich erfreut über den Erfolg der zweitägigen Veranstaltung: "Ziel war es, auf eine optimale Nutzung und eine Verlängerung der Lebensdauer von Transformatoren sowie eine Verringerung von unplanmäßigen Ausfällen hinzuarbeiten, und das ist uns gelungen."

"Auf der lokalen Ebene bauen und ertüchtigen wir unsere Gebäude nach modernsten energetischen Standards", sagte Steinmetz, der auch Wirtschaftsdezernent des Rhein-Kreises Neuss ist. Auch die Projektentwicklung nehme einen breiten Raum ein. Bestes Beispiel sei das "Energielabor", ein Kooperationsvorhaben des Rhein-Kreises Neuss mit seinem Berufsbildungszentrum Hammfeld und der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, das dazu dient, die interdisziplinäre Ausbildung in Sachen Energieeffizienz in verschiedenen Gewerken voranzubringen.

Steinmetz verschwieg auch die Schwierigkeiten nicht. "Die kommunale Ebene ist bei der Umsetzung der Energiewende mit einer Vielzahl von Problemen vor Ort konfrontiert", so der Landratsvertreter. Er erinnerte an die umstrittene Standortsuche für einen Konverter im Rhein-Kreis Neuss und den Entwurf des Regionalplans, dessen umfassende Vorrangzonen für die Windkraft ebenso auf heftigen Widerstand aus der Bevölkerung stoßen. "Als einer der größten Energie produzierenden Standorte Europas agieren wir also im Spannungsfeld zwischen dem Klimaschutz, dem Erhalt der Wirtschaftskraft und den Wünschen der unmittelbar betroffenen Menschen", hieß es.

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