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Das Kreisveterinäramt informiert: Neue Tierschutz-Regelungen betreffen Hundetrainer und den Import von Haustieren

Wer gewerbsmäßig Hunde ausbildet, benötigt seit August ebenfalls die Erlaubnis der Veterinärbehörde

Tiere |

Seit August gelten in Deutschland neue Regelungen des Tierschutzes. Das Veterinär- und Lebensmittel­überwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss macht darauf aufmerksam, dass es nun strengere Regeln für den Import und die Vermittlung von Haustieren gibt. Auch für ganz normale Tierkäufe und Hundeschulen gibt es neue Regeln.

Die Einfuhr von Wirbeltieren - ausgenommen Nutztiere - aus der Europäischen Union, die in Deutschland verkauft und weiter vermittelt werden sollen, muss jetzt genehmigt werden. Die entsprechende Erlaubnis erteilt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss. Verantwortliche Personen müssen zum Beispiel die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit nachweisen. So sollen die Tiere, bis sie vermittelt werden, beim Transport und in der Haltung so wenig Stress wie möglich ausgesetzt sein.

Diese Regelung betrifft nicht allein den gewerbsmäßigen Handel mit Tieren, sondern auch das Mitbringen einzelner Tiere, die in Deutschland gegen Entgelt an neue Besitzer weitervermittelt werden. Ziel der neuen Erlaubnispflicht ist es, Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen besser feststellen und ahnden zu können. Damit soll vor allem dem unseriösen Welpenhandel ein Riegel vorgeschoben werden.

Wer gewerbsmäßig Hunde ausbildet, benötigt seit August ebenfalls die Erlaubnis der Veterinärbehörde. Hundeschulen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Ausbildung von Hunden und geben Kenntnisse an die Hundehalter weiter. Fehler bei der Ausbildung oder Erziehung von Hunden können sich auf deren Wohlbefinden und Gesundheit auswirken. Mit der neuen Erlaubnispflicht sollen hier Mindestqualitätsstandards im Hinblick auf die Sachkunde der Ausbilder und Schulungsleiter sichergestellt werden.

Ebenfalls neu ist, dass beim Verkauf von Wirbeltieren als Haustier dem künftigen Tierhalter schriftliche Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres mitgegeben werden müssen. Das sind Informationen über die angemessene Ernährung und Pflege des Tieres, seine verhaltensgerechte Unterbringung sowie artgemäße Bewegung. Die Tierhalter sollen durch diese Maßnahme unterstützt werden, ihren neuen Schützlingen die bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen

Den Antrag für die Erlaubnis zur Hundeausbildung und zur Haustier-Einfuhr/Vermittlung gibt es ebenso wie Informationen zur Antragstellung im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de/hundeschulen.

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